Die HSG Wettenberg kam in der Handball-Landesliga Mitte der Männer zu einem nie gefährdeten 43:18-Erfolg gegen Aufsteiger TuS Nieder-Eschbach. Die Mack-Truppe spulte über die kompletten 60 Minuten ihr Pensum ab und hatte die Partie bereits nach einer Viertelstunde beim 10:4 entschieden. Trotz des umformierten HSG-Abwehrblocks, in dem Timo Stephan als Mittelmann fehlte, konnten die überforderten Gäste kaum Lücken finden - und was dann noch auf den Kasten kam, wurde zur Beute von Torhüter Matthias Worms.
Ab geht die Post: Wettenbergs Moritz Leib fackelte in dieser Szene nicht allzu lange. (Foto: Friedrich)
Als Sascha Puhl nach sechs Minuten zum 4:1 einwarf, schienen die Dinge bereits ihren Lauf zu nehmen. Aber Nieder-Eschbach kam in der neunten Minute durch Nachlässigkeiten auf Wettenberger Seite zum Ausgleich (4:4).
Danach zogen die Kaufmann und Co. aber die Zügel an und setzten sich Treffer um Treffer ab. Die Gäste versuchten mit einer offensiven Deckung gegen die HSG-Spielmacherposition den Druck aus dem Spiel zu nehmen, was ihnen aber nur ansatzweise gelang. Mit schnellen Mann-gegen-Mann-Aktionen rissen die Mack-Schützlinge immer wieder Löcher in die TuS-Deckung und erzielten einfache Treffer. Beim 16:6 nach 24. Minuten waren es erstmals zehn Tore Differenz.
Nach dem Wechsel dachten die nur 100 Zuschauer (Minuskulisse), die HSG Wettenberg würde sich jetzt auf den Lorbeeren der ersten Hälfte ausruhen. Doch das war nicht der Fall. Nach Ballgewinnen ging jedes Mal die Post ab und die Hausherren liefen Gegenstoß auf Gegenstoß. Bereits in der 44.Minute war es Youngster Tobias Henkel vorbehalten, den 30. Treffer zu erzielen. Der Spielstand lautete 30:12. Torhüter Worms hielt weiter seinen Kasten dicht, sodass Routinier Martin Risse einen lauen Abend auf der Auswechselbank verbringen konnte.
Die Abwehr der HSG ließ nach wie vor nur ganz wenige Aktionen der Gäste zu, und so wurde das Ergebnis weiter in die Höhe geschraubt. Acht Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung beim 36:16 erstmals 20 (!) Treffer. Nach dem letzten Tor von Nieder-Eschbach (39:18/57.), bei denen der ersatzgeschwächte Kader in keinster Weise Landesliganiveau hatte, erzielte die HSG noch vier Treffer, wobei Sebastian Kneissl mit einem Kempa-Trick die 40. »Bude« gelang.
»Wie sollst du die Mannschaft vor solch einem Spiel motivieren?«, sprach Wettenbergs Trainer Mack das Problem unter der Woche an, »die Jungs wissen, dass sie am Samstag gewinnen werden und fragen nur noch nach der Höhe des Ergebnisses. Wir haben heute über die gesamte Zeit sehr diszipliniert und klug gespielt, dabei mehrere schöne Tore erzielt und den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen.«