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Zittersieg nach enttäuschender Leistung

Artikel vom 01.08.2010 - 21.04 Uhr

Zittersieg nach enttäuschender Leistung

Betrachtet man die ganze Sache ausschließlich ergebnisorientiert, lief für die Fußballer des FV Bad Vilbel eigentlich alles nach Wunsch: Dem 1:0-Auftakterfolg in Oberrad ließ der Wetterauer Verbandsligist nämlich am Samstagnachmittag vor eigenem Publikum gegen den Aufsteiger SV Geinsheim den zweiten Saisonsieg folgen.
Rüde von hinten attackiert: Philipp Groda (FV Bad Vilbel) wird durch Kim Heiko Ginkel (SV Geinsheim) von den Beinen geholt.	(Fot
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Rüde von hinten attackiert: Philipp Groda (FV Bad Vilbel) wird durch Kim Heiko Ginkel (SV Geinsheim) von den Beinen geholt. (Fotos: Chuc)
Dank der Tore von Sven Kusebauch (13.) und Fatih Uslu (80.) sicherte sich die Mannschaft von FV-Trainer Andreas Pfaff gegen die nach wie vor sieg- und punktlosen Südhessen (dritte Niederlage in Folge) die Zähler Nummer vier bis sechs und hat sich damit vor der anstehenden »englischen« Woche mit den schweren Spielen bei Viktoria Aschaffenburg (Mittwoch, 19 Uhr) und zu Hause gegen die Spvgg. Neu-Isenburg (Samstag, 18 Uhr) einen optimalen Einstieg in die Meisterschaftsrunde 2010/2011 verschafft.

Die Kehrseite der Medaille: Auch gegen das Team von Geinsheims Coach Axel Vonderschmitt boten die Brunnenstädter eine insgesamt enttäuschende Leistung und benötigten - wie schon letzten Mittwoch in Oberrad - eine gehörige Portion Glück, um mit vergleichsweise wenig Aufwand die optimale Ernte einzufahren.

Und so kam’s, dass sich der Bad Vilbeler Übungsleiter nach dem Zittersieg über eine nur biederen Durchschnitt bietende Geinsheimer Elf ziemlich aufgebracht wirkte: »Eine dürftige Vorstellung. Gegen die Top-Teams der Liga haben wir in dieser Verfassung nicht den Hauch einer Chance.« Des Trainers Zorn richtete sich vor allem gegen drei der vier neuen Leute im Team: »Von Haris Sejdovic und Christian Männel, die wir als Verstärkungen auf den Außenbahnen geholt haben, muss einfach mehr kommen.« Und über Mohamed Maach, den als Paetzold-Nachfolger im offensiven Mittelfeld vorgesehenen Rückkehrer aus Urberach, brach Pfaff gar vollends den Stab: »In 40 Minuten Einsatzzeit kam von ihm überhaupt nichts.«

Keeper Robert Cue, der vierte der »Neuen« im Team, blieb von Pfaffs harscher Kritik verschont. Zusammen mit den Innenverteidigern Sebastian Weigand und Steven Cue, die erneut mit starker Physis und fehlerfreiem Zweikampfverhalten brillierten, sowie Stürmer Sven Kusebauch und - mit Abstrichen - Mittelfeldspieler Alexander Trumpp zählte der FV-Torwart zu den wenigen Lichtblicken in einer viel zu überheblich agierenden Bad Vilbeler Mannschaft. Dass es für die Grün-Weißen dennoch ohne Gegentor für den zweiten Sieg im zweiten Spiel reichte, geriet da auf Grund der vielen zu registrierenden Defizite fast schon zur Nebensache. Andreas Pfaff sah darin keinen Widerspruch: »Guter Fußball, den wir unseren Fans bieten wollen, sieht anders aus.«

Um gegen Liga-Neuling Geinsheim mehr spielerische Akzente zu setzen, starteten die Brunnenstädter mit Umbesetzungen: Redouane Saroukh spielte zweite Sturmspitze, Tobias Bernhardt (rechts) und Christian Männel (links) sollten auf den Außenbahnen für mehr Druck nach vorne sorgen. Zu sehen war davon freilich nichts. Vielmehr war ein haarsträubender Fehler von Geinsheims Torwart Jonas Stolz nötig, um den Grün-Weißen in der 13. Minute die Führung zu ermöglichen: Steven Cues an sich ungefährlichen Freistoß bekam Stolz nicht unter Kontrolle, Sven Kusebauch bedankte sich und drückte das Leder ohne Mühe über die Linie.



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Artikel vom 01.08.2010 - 21.04 Uhr
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