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Contador macht weiter und will Sperre anfechten

Artikel vom 07.02.2012 - 20.48 Uhr

Contador macht weiter und will Sperre anfechten

Madrid (dpa) - Der «Fall Contador» und kein Ende: Der spanische Radprofi gibt nicht auf. Alberto Contador will nach Ablauf der zweijährigen Dopingsperre seine Karriere fortsetzen und erwägt, das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) anzufechten.
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Alberto Contador bei der Pressekonferenz in Pinto. Foto: Alberto Martin
© dpa
«Meine Anwälte prüfen, welche Möglichkeiten es gibt», sagte der Spanier auf einer Pressekonferenz in seinem Heimatort Pinto bei Madrid. «Aber ich habe ihnen schon gesagt, dass ich bis zum Ende weiterkämpfen will.»

Der Tour-de-France-Sieger war am Montag nach 18-monatigem Verfahren vom CAS des Clenbuterol-Dopings für schuldig befunden und insgesamt für zwei Jahre gesperrt worden. Dagegen ist im Grundsatz nur ein Einspruch vor dem Schweizer Bundesgericht möglich. Contador nahm auch seine Ankündigung aus dem Vorjahr zurück, im Falle einer Verurteilung seine Karriere zu beenden. «Ich werde zu 100 Prozent weitermachen», betonte er auf der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz in einem Hotel in der Madrider Vorstadt.

Seine Sperre läuft am 5. August dieses Jahres ab. Contador kämpfte vor einem Pulk von Mikrofonen zeitweise mit den Tränen; die überwiegend spanischen Reporter spendeten ihrem Landsmann aufmunternden Beifall. «Ich verstehe das Urteil nicht», beklagte sich Contador. Nach dem Urteil sei Clenbuterol durch einen verunreinigten Nahrungsmittelzusatz in seinen Körper gelangt. «Man legte mir weder Nachlässigkeit noch einen Vorsatz zur Last, und trotzdem wurde ich zur Höchststrafe verurteilt.»

Das harte CAS-Urteil spaltet den Radsport: Die Spanier verurteilten den Richterspruch, andere hofften auf eine Signalwirkung. Contador selbst steht ganz anderen Problemen gegenüber - dem 29 Jahre alten Rad-Star drohen Rückzahlungen in Höhe von zehn Millionen Euro.

Spaniens Presse reagierte entrüstet auf die Entscheidung aus Lausanne. «Der CAS hat den Verstand verloren», klagte die Sportzeitung «Marca» und bezeichnete die überraschend harte Zwei-Jahres-Sperre gegen den Radprofi als «skandalösen Handstreich». Außerhalb Spaniens wird die Strafe dagegen auch als Beweis für effektiven Anti-Doping-Kampf gewertet.



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Artikel vom 07.02.2012 - 20.48 Uhr
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