Kontiolahti (dpa) - Für eine ausschweifende Party hat Magdalena Neuner mal wieder keine Zeit. Statt mit Familie und Freunden in Wallgau, feiert die Biathlon-Rekordweltmeisterin ihren Geburtstag wieder einmal im Ausland im Athleten-Hotel.
Magdalena Neuner feiert ihren Geburtstag beim Weltcup in Finnland. Foto: Andreas Gebert
«Ich muss sagen, ich freue mich auch schon darauf, im nächsten Jahr meinen Geburtstag dann mal daheim zu feiern. Immer, wenn man auf dem Wettkampf unterwegs ist, dann hat man keine Zeit, groß was zu machen», sagte die Bayerin, die an diesem Donnerstag ihren Ehrentag im fernen Kontiolahti begeht: «Da werde ich ja auch schon 25.»
Auf Präsente und launiges Zusammensein muss Magdalena Neuner bei ihrer letzten mannschaftsinternen Geburtstags-Sause aber sicher nicht verzichten. Dafür werden ihre Mitstreiterinnen um Zimmerkollegin Miriam Gössner schon sorgen. Wie im vergangenen Jahr in Amerika, als der Biathlon-Zirkus in Fort Kent Station machte. «Da war es richtig nett. Da haben die Mädels alle ein kleines Geschenk für mich gehabt», erinnerte sich die zweimalige Olympiasiegerin.
Sie selbst steuerte damals einen Kuchen bei. «Und wir sind alle zusammengesessen. Es war wirklich schön. Aber meistens bleibt keine Zeit, dass man so richtig feiert. Jede macht halt ihr Zeug, und jede will sich auf ihr Rennen konzentrieren. Und deswegen ist es schön, irgendwann einmal daheim zu feiern», meinte die Jubilarin mit Blick auf ihr neues Leben nach dem Karriereende.
«Von meiner Familie habe ich in Oslo auch schon ein Geschenk bekommen. Das darf ich aber erst am Donnerstag aufmachen. Vielleicht haben sie ja was für die heiße Phase in Kontiolahti eingepackt - warme Socken, einen dicken Schal oder Ohrenschützer hoffentlich», schrieb Neuner am Mittwochabend in einem Beitrag für Eurosport.com.
Im ostfinnischen Kontiolathi, wo Anfang der Woche eisige minus 29 Grad gemessen wurden, will Magdalena Neuner weiter Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup sammeln. Auf Teufel komm raus wird sie bei der WM-Generalprobe jedoch nicht starten. Bereits ihr letztes Rennen in Oslo ließ die Biathletin angesichts einer Erkältung aus. Am Ende siegte die Vernunft. «Ich hoffe, dass ich auch in Kontiolahti noch einmal ein paar gute Rennen zeigen kann. Immer vorausgesetzt, es wird nicht allzu kalt und ungemütlich. Denn riskieren möchte ich jetzt nichts mehr», erklärte die Bayerin.