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Vuelta bereitet Contador großen Empfang

Artikel vom 17.08.2012 - 13.43 Uhr

Vuelta bereitet Contador großen Empfang

Pamplona (dpa) - Spanien freut sich auf Alberto Contador. Vor dem Start der 67. Vuelta am Samstag in Pamplona ließ es sich Rennchef Javier Guillén jüngst nicht nehmen, eine Pressekonferenz mit dem von einer Dopingsperre zurückgekehrten Rad-Star abzuhalten.
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Alberto Contador posiert nach dem Training in Pamplona fürs Teamfoto. Foto: Jose Manuel Vidal
© dpa
Der Profi stellte dabei ein Benefizprojekt vor, bei dem gebrauchte Fahrräder gesammelt und nach Afrika verschickt werden sollen - der umstrittene Madrilene arbeitet an einem Imagewechsel in Richtung verantwortungsbewusster Weltbürger. Im Gegenzug überhäufte Guillén seinen Landsmann mit Lobeshymnen: «Alberto Contador ist das Beste, was der Vuelta geschehen kann. Dies wird eine Super-Vuelta.»

Die Spanier sind froh, dass die Contadors Dopingsperre rechtzeitig vor Beginn der Rundfahrt endete - von einer gänzlich unbeschwerten Rückkehr wollte der Champion von 2008 am Freitag aber nicht sprechen. «Ich gehe mit Lust und Motivation ins Rennen, aber was geschehen ist, hat mich stark geprägt», sagte der SaxoBank-Fahrer, der nach dem positiven Clenbuterol-Befund von 2010 stets seine Unschuld beteuert hatte. «Das kann ich nicht vergessen - es hat mir sehr geschadet.»

Sportlich rechnen bei der dritten dreiwöchigen Landesrundfahrt des Jahres viele mit einem Duell Contadors gegen den letztjährigen Zweiten Christopher Froome, der auch bei der Tour de France 2012 auf dem Podium stand. «Froome hat schon im Vorjahr gezeigt, dass er die Vuelta hätte gewinnen können, wenn er freie Fahrt gehabt hätte. Bei der Tour war er der Stärkste. Es wird schwer sein, ihn zu schlagen», meinte Contador. «Aber wenn ich antrete, will ich gewinnen.»

Allerdings ist nicht sicher, ob Contador gegen Froome tatsächlich der bestimmende Zweikampf sein wird. Dem Spanier fehlt es nach der Zwangspause an Wettkampfpraxis. Beim Comeback bei der Eneco-Tour verpasste er den erhofften Zeitfahrsieg deutlich. Auch eine Attacke beim hügligen Finale der einwöchigen Rundfahrt verpuffte. «Mir fehlt noch die Sicherheit, das ist klar», räumte er ein. «Die erste Woche wird nicht meine stärkste sein, aber danach werde ich immer besser.»

Bei Froome ist die Ausgangslage eine andere: Der in Afrika geborene Brite hat in dieser Saison eher zu viele Wettkampfkilometer in den Beinen und verwies denn auch auf seine Kameraden Sergio Henao, Rigoberto Uran und Richie Porte als die Planspiele B, C und D fürs Team Sky. «Ich gehe als Kapitän in das Rennen, aber das heißt nicht, dass wir nicht noch andere Leute für das Gesamtklassement haben.»



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