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»exkurs«-Festival lotet das Theater der Zukunft aus

Artikel vom 08.09.2010 - 18.18 Uhr

»exkurs«-Festival lotet das Theater der Zukunft aus

»Werden zwischen sein« lautet das Motto des »exkurs 2010 - Festival und Symposium for young performing arts«, das die Theaterwissenschaftler der JLU vom 14. bis 17. Oktober veranstalten. Nachdem sich der »diskurs 2009« zum 25-jährigen Jubiläum auf seine Wurzeln zurückbesonnen hatte, blickt der »exkurs 2010« nun in die Zukunft: Wissenschaftler und Kulturschaffende stellen sich mit ihren Gästen den Herausforderungen des aktuellen Kulturbetriebs.
Diese Studierenden der FH sowie der Theaterwissenschaften haben seit Mitte August den »Rihbau« des temporären Theaterbaus für da
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Diese Studierenden der FH sowie der Theaterwissenschaften haben seit Mitte August den »Rihbau« des temporären Theaterbaus für das »exkurs«-Festival errichtet. (Foto: Schepp)
»exkurs 2010« wird sich mit den Gegebenheiten des Theaters, der Arbeit, dessen Struktur und Architektur heutzutage auseinandersetzen und nicht nur ein Theater der Zukunft theoretisch entwerfen, sondern es darüber hinaus während des Festivalzeitraums realisieren. Veranstaltungsort ist der temporäre Theaterbau an der Ecke Stephanstraße/Bismarckstraße. Für den »Theaterbau der Zukunft« wurde nun Richtfest gefeiert. Uni-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Prof. Nikolaus Zielke vom Fachbereich Bauwesen an der FH Gießen-Friedberg und Dekanin Dr. Cora Dietl sprachen zur Einführung.

»Bauleiter« FH-Student Sebastian Gruber reimte als Richtspruch: »Der Trunk sei diesem Bau geweiht, er stehe fest, in Ewigkeit.« Doch eben dies wird mit dem Bühnenbau aus Gerüsten und Paletten, den Studenten der Theaterwissenschaften und von der Fachhochschule in den letzten Wochen gemeinsam errichtet haben, nicht geschehen. Ist das »exkurs«-Festival vorbei, wird auch der Bau, dessen Konzept die Stuttgarter Architektengruppe SuperWonderGroup mit Franziska Bettac, Leonard Großwendt und Wulf Kramer für einen Wettbewerb entworfen hatte, wieder verschwinden. Doch bis dahin lässt sich das Gebilde trefflich nutzen. An der Außenfassade werden, in zwei übereinanderliegenden Reihen, insgesamt 30 Logen installiert. Zehn der aus Holz gezimmerten Kästen werden von Künstlern aus Deutschland und der Schweiz gestaltet, 14 Logen schwärmen ab dem 18. September für zehn Tage in die Fußgängerzone Seltersweg aus. Dort können sie von Passanten frei nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Alle Logen werden dann kurz vor Festivalbeginn, mit der Öffnung nach außen, am »invertierten« Theaterbau installiert. Die Bühne wird zum Eingang und die Stühle - hierfür werden übrigens noch 100 baugleiche Sitzgelegenheiten gesucht - können für die unterschiedlichen Gesprächssituationen arrangiert werden. Ab 3. Oktober erkunden Studierende der Theaterwissenschaft Gießen und der Szenischen Künste Hildesheim den Raum in einem Workshop. Vom 14. bis 17. Oktober findet dann das »exkurs«-Festival dort statt. Auf dem Programm stehen Workshops, Performances, Vorträge, Diskussionsrunden. Festivalbesucher, Studierende und Gäste aus Wissenschaft, Kunst und Politik werden nach Möglichkeiten des Kulturbetriebs außerhalb der üblichen Strukturen suchen. Für die Verpflegung während des Festivals sorgen Studierende mit einem Imbisswagen, der den ganzen Tag geöffnet sein wird. gl

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Artikel vom 08.09.2010 - 18.18 Uhr
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