Teurer Streich

Gefakter SEK-Einsatz löst echtes Polizeiaufgebot aus

Fünf junge Männer inszenierten in der Nacht von Sonntag auf Montag einen Polizei-Spezialeinsatz inklusive Blaulicht und Handschellen - und lösten damit einen echten aus. Der könnte teuer werden.
31. Juli 2017, 10:18 Uhr
(Foto: dpa/Symbolbild)

Fünf junge Männer lösten in der Nacht auf von Sonntag auf Montag in Stadtallendorf mit einer völlig unüberlegten Aktion in der Straße des 17. Juni einen Polizeieinsatz aus. Sie inszenierten einen SEK-Einsatz, der die echte Polizei auf den Plan rief. Nun könnte es teuer werden.

Gegen das Quintett im Alter zwischen 18 und 21 Jahren wird laut Polizei nun wegen diverser Ordnungswidrigkeiten ermittelt. Zudem wird geprüft, ob und in welchem Umfang den Akteuren der Arbeitsaufwand der echten Polizei in Rechnung gestellt werden kann.

Die fünf Männer wollten offenbar etwas Verrücktes machen, Aufsehen erregen und entschlossen sich dazu, in Nähe einer noch geöffneten Cocktail-Bar eine spektakuläre Polizei-Festnahme zu veranstalten. Nachdem die Rollen verteilt waren, fuhr gegen 00.30 Uhr ein ziviler VW Passat mit Blaulicht vor. Die angeblichen Zivilfahnder überprüften sofort zwei Personen, die an einem Fahrzeug standen und ließen die Handschellen klicken. Anschließend wurden die als Opfer ausgesuchten Laienschauspieler kurzerhand in den "Zivilwagen" verfrachtet und abtransportiert.


Tränen auf der Polizeistation

Kaum war die Festnahme in "SEK-Manier" erfolgt, gingen bereits erste besorgte Anrufe bei den richtigen Ordnungshütern in Stadtallendorf ein. Die Beamten hatten nun alle Hände voll zu tun um zu prüfen, ob es sich um einen Einsatz fremder Polizeieinheiten oder sogar um eine Entführung handelt. Letztlich führten Zeugenhinweise auf die Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge auf die richtige Spur. Im Rahmen der Ermittlungen stellten die Fahnder in einem Auto zudem 76 Böller sicher.

Wie von den Beamten berichtet wurde, floss nach der Ankündigung einer saftigen Rechnung die eine oder andere Träne bei den Beteiligten während ihres Aufenthalts auf der Polizeistation.

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