Kassel

Straßenfest bleibt wurstfrei

Die Entscheidung der Organisatoren für einen fleischfreien »Tag der Erde« am 23. April war heftig umstritten. Doch es bleibt dabei: Keine Bratwurst beim Straßenfest.
21. April 2017, 09:00 Uhr
Auf knusprige Bratwürste müssen die Besucher des Kasseler Straßenfestes verzichten. (Foto: dpa)

Ohne Bratwurst soll am Sonntag ein Straßenfest in Kassel stattfinden. . Sie wird auch Thema bei dem Fest werden.

Trotz Kritik im Vorfeld wird das Kasseler Straßenfest zum »Tag der Erde« am 23. April laut Organisator fleischfrei sein. Die Entscheidung des Veranstalters, des Vereins Umwelthaus Kassel, drei Bratwurststände auszuladen, hatte im Februar die Emotionen in der nordhessischen Stadt hochkochen lassen. Doch mittlerweile hat sich laut dem Vorsitzenden Hubert Grundler die Stimmung wieder beruhigt. Die Debatte sei wichtig gewesen, sagt er.

Von einem Wurstverbot war damals die Rede gewesen, als sich der Verein entschieden hatte, das Umwelt- und Kulturfest diesmal fleischlos zu gestalten. Das Thema schaffte es sogar auf die Tagesordnung des Stadtparlaments. Politiker wie der neue Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD), damals im Wahlkampf, ließen sich demonstrativ mit Bratwurst fotografieren. »Doch mittlerweile ist von dem Streit nichts mehr zu hören«, sagt Umwelthaus-Vorsitzender Grundler.


Eine Frage des Umwelt- und Klimaschutzes

Trotzdem wolle man die Besucher des Straßenfestes vor Ort über die Motive der Entscheidung aufklären. Fleischverzicht sei nämlich auch eine Frage des Umwelt- und Klimaschutzes, weil die Fleischproduktion negative Folgen für die Umwelt hat. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Greenpeace gäben dazu am Sonntag Informationen. Trotz der Aufregung blickt Grundler zufrieden auf die Debatte um den fleischlosen »Tag der Erde« zurück. »Es ist gut, dass das in der Öffentlichkeit war«, sagt er. Manchmal hätte er sich aber eine sachlichere Auseinandersetzung gewünscht.

Im Internet lief unterdessen am Mittwoch noch eine Petition gegen das Bratwurstverbot. 2500 Menschen hatten sie unterzeichnet. Doch das spielt laut Grundler keine Rolle mehr. Er rechnet am Sonntag mit einem friedlichen Fest – ohne Proteste. 20 000 Besucher werden erwartet.

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