Mehrheitsbeschluss: Stadt Homberg wird Schlossherrin

23. März 2012, 18:48 Uhr
Das idyllisch gelegene Gemäuer soll in den Besitz der Stadt gehen.

Zunächst will die Stadt daran Sicherungsarbeiten vornehmen, die rund 61 000 Euro kosten. Mit den Haushaltsberatungen für 2014 soll ein Nutzungskonzept beschlossen werden. Zudem soll ein noch zu gründender gemeinnütziger Verein Spenden für das Schloss sammeln.

Die weitere Verwendung des Schlosses als »kulturelle Begegnungsstätte der Bürger, Vereine und Kunstschaffenden der Region und der Stadt« soll mit der Bürgerschaft und Interessierten vorangetrieben werden. Ferner sollen Fördermittel aufgetan werden. »Sollte sich am Ende herausstellen, dass keine sinnvolle Nutzung gefunden werden kann, steht die Entscheidung über Verkauf oder Verpachtung frei.« Die CDU hatte zum Schloss ebenfalls einen Antrag eingebracht, der neben dem Kauf ein Nutzungskonzept und das Werben um Fördermittel vorsah.

Kurzes Scharmützel

Aus dem Antrag des Bürgermeisters und dem der CDU wurde dann ein fraktionsübergreifender Antrag »gestrickt«, der die wichtigen Punkte beider Seiten enthält. Gleichwohl gab es auf Seiten der CDU vier und auf Seiten der SPD eine Gegenstimme. 21 Stadtverordnete waren für den Kauf, der damit beschlossen ist. Etwa 100 Zuhörer verfolgten in der Stadthalle die Diskussion. Er hoffe, dass alle, die sich in der öffentlichen Debatte zum Schlosskauf gemeldet haben, »ihren Worten nun Taten folgen lassen,« meinte Stadtverordnetenvorsteher Armin Klein.

Ein kurzes Wortscharmützel hatte es zuvor bei den Anfragen und Mitteilungen geben, als Bürgermeister Dören Antworten auf eine Anfrage von Jutta Stumpf von der SPD vorlegte und diese kommentieren wollte. Das sei nicht nötig, die Antworten lägen ja schriftlich vor, so Stumpf. Sie hatte unter anderem wissen wollen, wie viele Stunden die Bauhofsmitarbeiter anlässlich der Besichtigungstage am Schloss geleistet haben (246) und welche Kosten der Stadt bisher entstanden sind (rund 5000 Euro für Gutachten sowie für Material, Bewirtung und WC-Miete).

Auch das Tierkrematorium kam mit einem Eilantrag der SPD noch einmal auf die Tagesordnung. Inhalt: Der Magistrat soll mit den beiden Konfliktparteien über eine Mediation sprechen. Ziel sei es, eine in die Zukunft weisende Lösung des Konfliktes zu finden, »die beide Parteien als fair akzeptieren und eigenverantwortlich und frei vereinbaren«.

Gericht strebt Mediation an

Die Stadt soll die Kosten für das Vermittlungsverfahren in Höhe von 1500 Euro übernehmen. »Ich hoffe sehr, dass die Konfliktparteien zusammenrücken, damit wir weiter in unserer Stadt glücklich und zufrieden leben können,« meinte Peter Honig von der SPD. Volker Orth von der CDU hatte eingewandt, die Idee sei nicht schlecht, aber auch das Verwaltungsgericht, wo der Streit zurzeit liegt, strebe eine Mediation an. Bei drei Gegenstimmen wurde der Eilantrag angenommen, dass der Magistrat mit Hilfe von Experten versucht zu vermitteln.

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