Andacht ohne Predigt

02. Januar 2018, 20:17 Uhr
Tücher und warme Farben stimmen auf die Andacht ein. Instrumental begleiten Monika Beutelspacher, Sabine Hilbrig, Sabine Kanwischer, Traugott Hilbrig und Claudia Grünbein (v. l.) die Taizé-Gesänge. (Foto: siw)

Meist ist die Zeit, bevor die Christenheit die Geburt Jesu feiert, alles andere als besinnlich. Selbst über die Weihnachtsfeiertage kommt der eine oder andere nicht zur Ruhe. Die viel beschworene Besinnlichkeit kann man aber in der evangelischen Kirche in Großen-Buseck erleben – bei einer Taizé-Andacht. Zuletzt nahmen 50 Besucher daran teil.

Die Taizé-Andachten werden seit 13 Jahren von Sabine und Traugott Hilbrig (Pfarrer im Ruhestand) liebevoll vorbereitet und geleitet. Dabei spielt Kerzenlicht eine große Rolle. Und natürlich die besonderen Gesänge. Es handelt sich um einfache meditative Gesänge, die keinem Modetrend unterworfen sind. Lediglich zwei Liedzeilen bilden ein Musikstück – gemeinsam gesungen, mehrmals wiederholt, mal leise, mal lauter, mal nur gesummt.

Kurze Gebete statt langer Texte

Dem Gesang legen die Eheleute Hilbrig, Claudia Grünbein, Sabine Kanwischer und Monika Beutelspacher ein angenehm-dezentes Fundament auf verschiedenen Instrumenten (Keyboard, Gitarre, Quer- und Blockflöten). Über dem Geschehen breitet sich im Handumdrehen eine wohltuende Ruhe aus. Die Geborgenheit in der Gemeinschaft ist geradezu spürbar. Der Gemeinschaft förderlich ist das Sitzen im Rund des gotischen Chorgewölbes hinter dem Altar. In der Mitte des Sitzkreises sind Tücher in warmen Farben ausgebreitet, darauf sind Blumen und viele Gläser mit Teelichtern aufgestellt. Natürlich darf die Bibel nicht fehlen und das für Taizé typische Ikonenkreuz als wichtiges Symbol des Christentums.

Der wesentliche Unterschied zu den sonntäglichen Gottesdiensten ist der Verzicht auf eine Predigt. Die Andachten kommen mit wenigen Worten aus: Die Gebete sind kurz und einfach gehalten. Es müssen keine langen Texte aufgenommen werden. Alle bleiben völlig entspannt, niemand wird überfordert. Es ist Zeit, den eigenen Gedanken nachzugehen, zu sich selbst zu finden, in sich zu blicken.

Taizé gilt als ein Symbol der ökumenischen Bewegung und setzt eine zutiefst monastische Tradition fort. »Wir werden den Pilgerweg des Vertrauens weiterhin gemeinsam gehen«, sagte Sabine Hilbrig.

Die nächsten Termine sind jeweils donnerstags um 19 Uhr am 25. Januar, 22. Februar und 26. April in der evangelischen Kirche (Am Anger) und am 22. März in der katholischen Kirche (Bismarckstraße). Die Gäste kommen aus verschiedenen Glaubensgemeinschaften und aus allen Busecker Ortsteilen und darüber hinaus. Jeder ist eingeladen, teilzunehmen.

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