Neujahrswünsche

Hoffen auf Frieden, Freibad und gute Obsternte

Gesundheit für sich und die Familie – dieser Wunsch steht für das neue Jahr ganz oben. Doch was wünschen sich die Menschen noch für 2018?
31. Dezember 2017, 15:55 Uhr
Beim Winterglühen in Großen-Buseck kommen die Menschen zusammen und wünschen sich »Alles Gute« für 2018.

Wie war Weihnachten? Wo feierst du Silvester? Das sind wohl die häufigsten Fragen, wenn sich Freunde zwischen den Jahren begegnen. Die Gießener Allgemeine Zeitung wollte nun von den Buseckern wissen, was sie sich von dem neuen Jahr erwarten. Gesundheit für sich selbst und die Familie sowie der Wunsch nach Frieden standen an oberster Stelle. Dem folgten große Themen wie Klima- und Umweltschutz. Spontane Antworten waren selten. Außer die: »Ich erwarte gar nichts.« Nach kurzem Nachdenken gaben die Befragten dann doch ihre Erwartungen preis. Und die waren ganz unterschiedlicher Art.

 

Wie geht’s den Bienen?

 

Hans-Dietrich Kessler aus Beuern hofft auf eine bessere Obsternte. Der zwölfjährige Jungimker Hendrik Jany (Großen-Buseck) hingegen hofft, dass nicht nur sein Bienenvolk, sondern alle Bienenvölker den Winter gut überleben. Außerdem würde er sich freuen, wenn das Freibad wieder öffnet. Ein Wunsch, den sicher viele Kinder haben, während die Erwachsenen über die damit verbundenen Kosten grübeln. Seine Oma, Margot Jany-Milicevic, würde sich über neue Sänger für »ihre« Chöre freuen. Sie ist die Vorsitzende der Sängervereinigung Eintracht-Germania und hat ebenso wie Schatzmeisterin Sabine Fink ihre Arbeit am Stand mit den Heißgetränken, Fettebroten und Waffeln beim »Winterglühen« in Großen-Buseck kurz unterbrochen, um ein Statement abzugeben. Dass in Zukunft für alle Menschen die medizinische Versorgung bezahlbar wird beziehungsweise bleibt, war Finks Wunsch.

 

Schnee als Wunsch

 

Edgar Walter hofft, dass die Regierungsbildung vernünftig und zügig erfolgt. Manfred Eichhöfer würde am liebsten so ganz bestimmte Weltpolitiker abwählen, wenn er es bloß könnte. Sein Wanderkollege Horst Klopp hätte gerne mal wieder so richtig viel Schnee: »Ich konnte letztmals in 1986 im Busecker Tal Skilanglauf machen«, erinnert er sich. Niemand auf der Welt sollte an Hunger leiden, das ist der größte Wunsch von Elfriede Sapper. Es dürfte keinen Fraktionszwang mehr geben, die politischen Entscheidungen sollten stets parteiübergreifend getroffen werden, meint Helmut Klamert. Otto Walter aus Beuern erwartet von allen Politikern, dass sie nicht nur ihre Partei und ihre eigene Ämter im Sinn haben, sondern zum Wohle der einfachen Bevölkerung regieren. »Die Schere zwischen Arm und Reich darf nicht noch weiter auseinanderklaffen«, betont er. Und auf die Großgemeinde bezogen wünscht er sich weniger Kirchturmdenken.

 

Manche sind wunschlos glücklich

 

In Oppenrod hat Ulrike Döring als Anwohnerin der Licher Straße ein ganz anderes Problem. »Bei uns klirren die Fensterscheiben, wenn die LKWs von Fernwald herkommend vorbeidonnern und dann zur Bremsung ansetzen. Nicht nur die Lärmbelästigung, sondern auch die Sorge um den neuen Straßenbelag bereiten den Oppenrödern große Sorgen. Petra Lepper aus Alten-Buseck würde sich freuen, wenn die Menschen ganz allgemein freundlicher, aufmerksamer und respektvoller miteinander umgingen. »Ich bin wunschlos glücklich«, mit dieser Aussage von Fleischereifachverkäuferin Shirley Anderson endet die Liste der Neujahrswünsche. Zufrieden sagt sie: »Ich bin gesund, habe eine gute Arbeitsstelle, genug zu essen und ein Dach über dem Kopf. Und obendrein bin ich in diesem Jahr noch Oma geworden. Was will ich mehr?«

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