»Qualität im Handwerk steht und fällt mit gutem Nachwuchs«, sagte Bernhard Mundschenk, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden, bei der Kammersiegerehrung von insgesamt 37 Junggesellen aus unterschiedlichen Handwerkszweigen. Der Handwerksnachwuchs war bei den Leistungswettbewerben der besten Junggesellen des Prüfungsjahrganges 2017 auf Kammer-, Landes- und schließlich auch auf Bundesebene erfolgreich.

Aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaft Gießen waren fünf junge Gesellinnen und Gesellen zur Auszeichnungsfeier in die Stadthalle Wetzlar eingeladen, von denen vier anwesend waren: der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Sebastian Happel (Kammersieger) aus Lohra, ausgebildet bei der Team Simon GmbH in Gießen. Der Maler und Lackierer Carlo Blasini (Kammersieger) aus Gießen, ausgebildet bei Günter Blasini in Lich. Der Mechatroniker für Kältetechnik Felix Diehl (Kammer- und Landessieger) aus Laubach, ausgebildet bei der Weiss Umwelttechnik in Lindenstruth. Der Metallbauer Simon Emde (Kammer-, Landes- und 1. Bundessieger) aus Willingen, ausgebildet an der Universitäts-Veterinär-Klinik in Gießen. Nicht dabei war die Konditorin Annika Weiser (Kammer- und Landessiegerin) aus Gießen, ausgebildet bei der Konditorei & Café Kurt Geißner KG in Gießen.

»Wir brauchen noch viel mehr junge Menschen mit Interesse, Motivation und Leistungswillen für eine handwerkliche Ausbildung, und das nicht nur in den zehn oder zwölf gängigen, bekannten und beliebten Ausbildungsberufen«, sagte Mundschenk. Er erinnerte an die große Zahl von insgesamt 130 Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk. Dies gerade auch vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung, die auch das Handwerk »umwälzen« werde.

Nächste Karrierestufe

Kammerpräsident Klaus Repp – als junger Metallbauer einst selbst in den 1960er Jahren unter den Bundessiegern aus dem Kammerbezirk Wiesbaden – ermutigte den Berufsnachwuchs, sich nun nicht auf den durch sehr gute Leistungen erworbenen und fraglos auch verdienten Lorbeeren auszuruhen, sondern die nächsten Stufen der Karriereleiter anzustreben. Beispielsweise den Meisterbrief, der mit Sicherheit weitere Türen öffnen werde. Die Tür in die Selbständigkeit beispielsweise, ob durch Gründung eines neuen oder Übernahme eines bestehenden Betriebes. Obendrein ermögliche der Meisterbrief den nahezu uneingeschränkten Zugang zu einem Hochschulstudium. Repp bescheinigte den Junggesellen aus den acht Kreishandwerkerschaften aus dem Kammerbezirk Wiesbaden: »Ihre handwerklichen Leistungen sind keinesfalls Zufallsprodukte, sondern Ergebnis von Veranlagung, Leistungsbereitschaft und Mühe.«

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