»Möwenhai« auf Zukunftskurs

30. November 2017, 21:32 Uhr
Tüftler unter sich: Die experimentierfreudigen Schüler Elias Schultze-Rhonhof (hinten r.) und Jonathan Hütsch mit ihrem Lehrer Dr. Axel Tiemann. (Foto: jow)

Stolz sind sie, Elias Schultze-Rhonhof aus Hüttenberg und Jonathan Hütsch aus Wetzlar. Die Neuntklässler gehören zu den besten zehn Teilnehmern des Wettbewerbs »Airbus Ideenflug«. Die beiden Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule hatten sich mit ihrem Modell »Möwenhai« für die Endrunde qualifiziert und durften ihr Projekt vergangene Woche in Berlin vorstellen. Für einen Preis hat es aber letztlich nicht gereicht. Der 2009 ins Leben gerufene Wettbewerb des Airbus-Luftfahrtkonzerns hat das Ziel, Ideen für die Zukunft der Luft- und Raumfahrt zu entwickeln. Die Wettbewerbsbeiträge sollen dazu anregen, die Luft- und Raumfahrt umweltfreundlicher, effizienter, komfortabler, sicherer und schneller zu machen. Mitmachen können alle Interessenten zwischen zwölf und 18 Jahren.

Anfang September hatte der Physiklehrer von Elias und Jonathan, Dr. Axel Tiemann, den beiden Jugendlichen von dem Wettbewerb erzählt. »Sie hatten gleich Lust mitzumachen«, erinnert sich Tiemann. Innerhalb von zwei Wochen entwickelte das Team ein 3-D-Computermodell und drehte den geforderten Videobeitrag. Mitte September war Einsendeschluss.

Elias und Jonathan nannten ihr Modell »Möwenhai«, denn es kombiniert natürliche Eigenschaften beider Tiere. »Die Haut des Hais verringert den Luftwiderstand. Die Möwe ist ein Segelflieger, der auch bei stürmischem Wetter stabil fliegt«, erklären die beiden Nachwuchswissenschaftler.

»Es hat einfach Spaß gemacht, gemeinsam mit Herrn Tiemann so ein Projekt zu entwickeln, bei dem Natur und Technik sich verbinden«, schmunzeln die Schüler. Das Duo hat die Ideen in der Schule, aber auch an vielen Nachmittagen zu Hause entwickelt. »Jonathan und Elias haben viel getüftelt und eigenständig gearbeitet«, erzählt Tiemann. Er habe den Schülern stets unterstützend zur Seite gestanden, ihnen aber auch genügend Freiräume für eigene Ideen gelassen.

Vergangene Woche durften Jonathan und Elias ihre Idee noch einmal vor einer Jury in Berlin präsentieren. Beurteilt wurden die Projekte nach den Kriterien Innovation, Kreativität und Qualität, aber auch die Erkenntnisse der Teilnehmer wurden beachtet. Aber auch die Präsentationsfähigkeiten und die Zusammenarbeit als Team waren für die Jury relevant. Preise gab es für die besten drei Projekte. Leider war der »Möwenhai« nicht darunter.

»Die Gewinnerteams hatten einfach mehr Erfahrung«, sagen Elias und Jonathan im Nachhinein. Viele ihrer Mitbewerber hätten schon mehrfach an Wettstreiten teilgenommen und seien älter. Für die beiden Mittelhessen hat sich der Aufwand trotzdem gelohnt. »Es hat großen Spaß gemacht, an dem Wettkampf teilzunehmen«, freuen sie sich. Und auch die Schule ist stolz auf ihren Erfolg. Die beiden Nachwuchs-Wissenschaftler können sich vorstellen, abermals an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen. Ausreichend Ideen dafür hätten sie. Dieses Ziel hat der Wettbewerb also erreicht: Die Schüler haben Lust bekommen, sich mit Technik, Informatik und Naturwissenschaften zu beschäftigen und ihr Wissen zu vertiefen.

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