Wachstum und die Folgen

13. Dezember 2017, 19:26 Uhr
Hier fließt im kommenden Jahr viel Geld: Die Gemeinde will in den Bau eines Kreisverkehrs zum Baugebiet »Auf der Jägersplatt« in Annerod und in einen neuen Kindergarten investieren. (Foto: ti)

Seit Jahren steigt die Zahl der Einwohner in Fernwald. Das Baugebiet »Auf der Jägersplatt« oder die »Steinbacher Gärten« sind Beispiele für die wachsende Großgemeinde. Der aktuelle Haushaltsentwurf für 2018, den Bürgermeister Stefan Bechthold am Dienstagabend in der Gemeindevertretung vorlegte, kommt an dieser Entwicklung nicht vorbei. Ein neuer Kindergarten soll in Annerod entstehen, um dem »unvermindert hohen Zuzug von jungen Familien« Rechnung zu tragen. Personalkosten steigen, weil unter anderem mehr Erzieher gebraucht werden.

Mehr Steuereinnahmen

Der vorliegende Etat schließt bei einem Gesamtvolumen von knapp 32,6 Millionen Euro mit einem Überschuss von knapp 38 000 Euro ab. Erträge in Höhe von 16,32 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 16,28 Millionen Euro gegenüber. Noch nicht berücksichtigt ist dabei die angekündigte Senkung der Kreisumlage, die das Ergebnis verbessern würde. Einen Großteil der geplanten Investitionen will man mit Krediten finanzieren, insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Die Steuereinnahmen steigen im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Mit knapp 12,3 Millionen Euro rechnen die Kämmerer für das kommende Jahr, 2016 waren es drei Millionen Euro weniger. Ein Großteil des Geldes muss die Gemeinde in Personal investieren – mehr als im Vorjahr. Als Gründe dafür nannte Bechthold neben Tarif- und Besoldungserhöhung auch den gestiegenen Bedarf an Erziehern. Den Anteil der Personalkosten im Bereich Kinder-, Familien- und Jugendhilfe bezifferte der Bürgermeister auf rund 45 Prozent. 41 Stellen entfallen auf dieses Feld, insgesamt umfasst der Plan 90.

Was die Gebühren angeht, werden die für Wasser und Abwasser zum Jahreswechsel steigen, den Beschluss dafür fassten die Gemeindevertreter in derselben Sitzung. Bei Friedhofs- und Kindergartengebühren sind im kommenden Jahr keine Erhöhungen geplant. Die Vereinsförderung bleibt auf dem bisherigen Niveau.

Lob gab es von Bechthold für Gemeindevorstand und Verwaltung. Sie hätten sich bei der Aufstellung des Haushalts auf das Notwendigste beschränkt. Für den Bürgermeister eine »beachtliche Leistung«, wenn man bedenke, was das Zahlenwerk alles abbilde. Der Rathauschef äußerte aber auch Kritik. Und zwar mit Blick auf Land und Bund. Diese seien dringend gefordert, die Kommunen zu unterstützten, welche sich einer immer größeren Aufgabenflut ohne auskömmliche Gegenfinanzierung gegenüber sähen.

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