Typisierungsaktion

Genetischer Zwilling gesucht

Die 21-jährige Louisa Tuschla leidet an einer schweren Autoimmunerkrankung. Um gesund werden zu können, benötigt sie einen passenden Stammzellspender. Dazu braucht sie Hilfe.
18. Juli 2017, 13:00 Uhr

Bislang ist die weltweite Suche nach einem »genetischen Zwilling« für die 21-jährige Louisa Tuschla erfolglos. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann helfen und sich am Sonntag, dem 6. August, im Bürgerhaus in Allendorf/Lumda als potenzieller Stammzellenspender bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Auch Geldspenden werden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 40 Euro entstehen.

 

Louisa – ein Kämpfernatur

 

Louisa Tuschla leidet an der seltenen Hemmkörperhämophilie. Als Krankenschwester ist die lebensfrohe und aufgeschlossene junge Frau immer für andere da. »Ich lebe und liebe meinen Beruf!«, sagt sie. Um ihre Krankheit zu besiegen, ist Louisa nun auf die Hilfe von jemand anderem angewiesen. Helfen kann ihr nur ein passender Stammzellenspender – ein Mensch, der nahezu die gleichen Gewebemerkmale trägt und zur Stammzellspende bereit ist.

Ebenso geht es vielen anderen Patienten weltweit. »Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellenspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden«, weiß Daniel Velten.

Er ist Mitglied der Initiativgruppe, die gemeinsam mit der DKMS die Registrierungsaktion in Allendorf organisiert. Unter dem Motto »Gemeinsam für Louisa und andere!« appellieren die Initiatoren an die Menschen in der Region, sich am 6. August von 11 bis 16 Uhr im Bürgerhaus Allendorf in die DKMS aufnehmen zu lassen. Die Schirmherrschaft für diese Initiative übernimmt Bürgermeister Thomas Benz. Er ruft zur Mithilfe auf: »Wenn ein Mensch aus unserer Gemeinschaft Hilfe benötigt, darf man nicht zögern, zu helfen. Mit der eigenen Typisierung kann jeder mithelfen, Patienten hier und weltweit eine Chance zu geben. Dieses Engagement unterstütze ich sehr gerne!«

Louisa ist in Allendorf aufgewachsen – und eine Kämpfernatur. Die Registrierungsaktion ist ihr ein Herzenswunsch, denn sie weiß, dass auch viele andere Patienten wie sie auf einen Stammzellenspender warten. Sie hofft, dass viele Menschen dem Aufruf folgen.

 

Fünf Milliliter Blut können helfen

 

Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, damit dessen Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Sie wurde vor 26 Jahren in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet, dessen Ehefrau an den Folgen einer Leukämieerkrankung verstarb. Heute ist die DKMS-Familie außer in Deutschland auch in den USA, in Polen, Spanien und in UK aktiv. Gemeinsam haben sie mehr als 7,4 Millionen Lebensspender registriert und die DKMS zu einer weltweit bedeutenden Organisation im Kampf gegen Blutkrebs gemacht. Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich täglich dafür ein, jedem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

 

Jede Registrierung kostet die DKMS 40 Euro; es werden Spenden erbeten auf das DKMS-Konto (IBAN: DE83 5335 0000 0090 0074 91) bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf (Verwendungszweck: LTS 001).

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