Mit der prallen Sonne ist es vorbei, das Bett macht sich nicht mehr von alleine und im Büro will nichts gelingen. Nach dem Urlaub kommt oft der Frust: Experten nennen dieses Phänomen »Post-Holiday-Syndrom«.

Zwei bis drei Tage – solange dauert der Zustand der Post-Urlaubsdepression in der Regel an. Ein Zustand, den viele Deutsche kennen. Besonders Frauen scheinen mit der Eingewöhnung nach dem Urlaub Probleme zu haben. 36 Prozent der Befragten haben nach der Rückkehr schon mal ein Gefühl der Traurigkeit verspürt. Bei Männern sind es 28 Prozent.

Doch wer ein paar Tipps beherzigt, kann den Rückkehr-Blues abmildern. So geht’s:

Urlaub nach dem Urlaub einplanen – Um das Post-Holiday-Syndrom gar nicht erst aufkommen zu lassen, empfiehlt es sich, nicht direkt vom Flughafen ins Büro zu fahren. Besser ist es, wenn zwischen der Rückkehr und dem Arbeitsbeginn ein paar freie Tage liegen. Im Idealfall beginnt die Arbeitswoche an einem Mittwoch. So bleibt genügend Zeit, um sich einzugewöhnen und das Wochenende ist nicht zu weit entfernt. Mehr als ein Drittel der Befragten befolgen diesen Rat bereits (39 Prozent).

Zurück ins Frühaufsteher-Dasein – Im Urlaub die Nacht zum Tage machen und lange ausschlafen – damit ist jetzt Schluss. Damit sich der Biorhythmus wieder dem Alltag daheim angleichen kann, sollte auch der Schlafrhythmus angepasst werden: zeitig zu Bett gehen ist angesagt. So fällt das frühe Aufstehen am Morgen wieder leichter. Davon wollen viele Deutsche jedoch nichts wissen. Jeder Fünfte gibt an, morgens länger als gewöhnlich zu schlafen, um sich die Rückkehr aus dem Urlaub zu erleichtern.

Sich gesund ernähren – Abends das Buffet plündern, dazu ein paar Gläser Wein, vielleicht den ein oder anderen Cocktail: Das gehört für viele zum Urlaub dazu. Heimkehrer sollten darauf zu Hause zunächst jedoch verzichten. Denn fettige Speisen und Alkohol wirken sich negativ auf die körperliche und geistige Fitness aus. Vielen Deutschen scheint das schwerzufallen. Denn zu gesünderem Essen nach dem Urlaub greifen nur neun Prozent, zu weniger Alkohol lediglich fünf Prozent.

Es im Büro ruhig angehen lassen – Wer seinen Arbeitstag weitgehend selbst planen kann, sollte den ersten Tag im Büro langsam angehen: Wenig Termine, viele kleine Pausen und auf einen pünktlichen Feierabend achten. Ebenso lohnt es sich, eine Prioritätenliste anzulegen und E-Mails chronologisch abzuarbeiten. Denn: Viele ältere Nachrichten haben sich nach der Rückkehr möglicherweise längst erledigt.

Urlaubsgefühl am Schreibtisch erhalten – Wer das Urlaubsgefühl am Arbeitsplatz konservieren möchte, kann seinen Schreibtisch mit Souvenirs schmücken, etwa mit ein paar Muscheln oder einem Urlaubsfoto. Das weckt Erinnerungen und erleichtert den Einstieg. Eine kleine Zeitreise lässt sich auch in der Mittagspause unternehmen: Warum nicht einfach beim Italiener das liebste Urlaubsgericht bestellen?

Selbstmitleid keine Chance geben – Da das Post-Holiday-Syndrom nach wenigen Tagen meist von selbst vergeht, sollten Betroffene ihm nicht allzu viel Beachtung schenken. Nette Aktivitäten, die für den Feierabend und die kommenden Wochenenden geplant werden, helfen dabei, auch den Alltag zu Hause als etwas Schönes zu begreifen. Darauf setzt auch fast jeder vierte Deutsche. 23 Prozent der Befragten gaben an, sich nach dem Urlaub bewusst mehr Zeit für sich selbst zu nehmen.

Viele Kurzurlaube planen – Wer mehrere kleine Urlaube macht statt einen großen, hat gefühlt mehr davon. Denn dadurch kommt einem der Gesamturlaub länger vor. Warum also nicht nach dem vergangenen Urlaub direkt den Nächsten planen – etwa sechs bis zehn Wochen später? Das raten auch Reise-Experten wie Sarah Kolind: »Die nächste Reise direkt im Anschluss an einen Urlaub zu planen, ist eines der besten Mittel, um dem Urlaubs-Blues zu entgehen. Denn die Rückkehr nach Hause ist dann direkt mit dem Gedanken an die kommende Reise verbunden«. (pm)

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