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27. September 2017, 09:12 Uhr
Das Duell der »Bullen«: Gießens Kapitän Florian Hartenstein (l.) gegen den Bonner John Bowler. (Foto: ras)

Harnisch und Koch

1980/1981: Zum ersten Mal seit Langem war Gießen, das erstmals von Bernd Röder betreut wurde, ohne echte Titelchance in beiden Wettbewerben.

1981/1982: Trotz der umjubelten Rückkehr von Presley nach Mittelhessen sollte es wieder nicht dafür reichen, eine bedeutende Rolle im Titelkampf zu spielen.

1982/1983: Hannes Neumann war zurück an der Linie, doch ein ganz Großer des Gießener Basketballs in Person von Hans Heß hatte seine Schuhe an den Nagel gehängt. Der MTV landete erstmals in der Abstiegsrunde, meisterte diese aber souverän.

1983/1984: Nach einer enttäuschenden Hauptrunde wurde auf der Trainerbank Neumann durch Jungnickel ersetzt. Mit dem damals 17-jährigen Michael Koch kam ein neuer Stern am Gießener Basketballhimmel aus Lich an die Lahn.

1984/1985: Erneut ein durchwachsenes Jahr für die Männerturner, die am Ende Platz fünf erreichten und im Pokal frühzeitig scheiterten.

1985/1986: Unter Trainer Günter Lindenstruth erreichte Gießen endlich wieder die Playoffs, musste sich aber in einer dramatischen Serie ganz knapp dem Team aus Charlottenburg beugen. Mit Henning Harnisch, Jan Villwock und Koch bildete sich ein Trio heran, das noch für einige Schlagzeilen sorgen sollte.

1986/1987: Die junge MTV-Truppe um das Trainergespann Lindenstruth/Heß spielte sich in einer ganz starken Saison bis ins Play-off-Halbfinale und besiegte den Favoriten aus Köln in der Osthalle, die beiden Auswärtsniederlagen führten aber zum Saisonende auf Platz drei. Im Pokal marschierten Koch, Harnisch und Co. bis ins Finale, zogen dort gegen Leverkusen mit 71:92 den Kürzeren.

1987/1988: Erneut qualifizierte sich Gießen für die Playoffs, doch dort war gegen Steiner Bayreuth Endstation. Die Mannschaft um den verlorenen Sohn Michael Koch zog den Männerturnern in zwei Spielen den Zahn.

1988/1989: Erneut erwies sich Bayreuth als zu stark für die Mannschaft um Pat Elzie und Cheftrainer Charles Toth. Zudem musste der MTV den Abgang von Henning Harnisch ans US-College verkraften.

1989/1990: In einer schwachen Spielzeit führte der mitten in der Saison verpflichtete Johnnie Bell die Gießener Mannschaft von Trainer Klaus-Günther Mewes zum Klassenerhalt.

Ein ständiges Pendeln

1990/1991: Mewes musste nach sieben Spielen seinen Stuhl räumen. Für ihn übernahm Hans Brauer das Zepter, dennoch wurde der Playoff-Einzug in der erstmals wieder in Nord und Süd unterteilten Eliteliga knapp verpasst. Im Pokal spielte sich die Mannschaft um den von Ulm verpflichteten Thomas Andres bis ins Halbfinale, welches man gegen Leverkusen mit 84:111 verlor.

1991/1992: Diese Spielzeit sollte trotz eines 1:2 im Viertelfinale einen magischen Moment erleben, denn für die Playoffserie gegen Berlin verpflichtete Gießen den Ex-NBA-Spieler Leon Wood, der maßgeblichen Anteil an dieser packenden Serie hatte. Mit Armin Andres waren nun die Andres-Brüder im MTV-Dress vereint.

1992/1993: Mit Douglas Roth hatte der MTV in dieser Spielzeit einen richtigen Brecher als Brettspieler im Kader, doch auch er konnte das Viertelfinalaus gegen Leverkusen nicht verhindern. Das Team um die Andres-Brüder lieferte dem Dauerrivalen und Rekordmeister vom Rhein aber einen großen Kampf.

1993/1994: Ab dieser Spielzeit spielte man unter dem Namen MTV Gießen Flippers. Trotz eines Trainerwechsels von Hans Brauer zu Hannes Neumann zogen die Flippers im Viertelfinale gegen Leverkusen den Kürzeren. Mit Vladi Bogojevic schnupperte ein weiterer Rohdiamant zum ersten Mal Bundesligaluft.

1994/1995: Gießen spielte eine gute Saison und scheiterte unter Headcoach Armin Andres knapp im Viertelfinale mit 1:2 an der Mannschaft aus Bamberg. Vor allem die Auftritte von Lance Blanks im MTV-Dress sorgten für viele herausragende Momente in der Osthalle.

1995/1996: Diese Spielzeit sollte ein denkwürdiges Ende finden, von dem im Gießen noch immer gesprochen wird. In einer unglaublichen Playoffserie unterlagen die Flippers den Albatrossen aus Berlin nach erbittertem Kampf mit 3:4. In der Mannschaft von Headcoach Armin Andres schwang sich Kevin Lynch zum Topscorer auf. Ein weiteres Highlight für den MTV 1846 Gießen war die Testspielreise in die USA im spielfreien November.

1996/1997: Einen echten Leckerbissen präsentierte der MTV seinen Fans mit dem Pokalendturnier in der Osthalle. Dort unterlagen die Gastgeber erst im Finale dem Team von Alba Berlin. Das Team um den immer stärker werdenden Bogojevic verpasste jedoch die Playoffs. Auf die Kommandobrücke trat erneut Hans Brauer, der Armin Andres ersetzte.

1997/1998: In dieser Spielzeit lieferten die Flippers den heimischen Basketballfans einen weiteren Magic Moment, gewann man doch vor laufenden TV-Kameras beim Rekordmeister in Leverkusen mit 101:58, ein Ergebnis, das jedem basketballverrückten Gießener ein Begriff ist. Herausragender Akteur des MTV, der den Abgang von Bogojevic nach Berlin zu verkraften hatte, war Keith Gatlin, der die Osthallenbesucher reihenweise von den Sitzen riss. Die Playoffteilnahme verpasste das Team von Neu-Trainer Stefan Koch aber denkbar knapp.

1998/1999: Gießen spielte eine gute Saison, schied aber in den Pre-Playoffs gegen Ulm unnötig aus. Die Koch-Truppe um die starken Scooter Barry und Tyron McCoy sowie den Center-Hünen Arne Alig erreichte erneut das Pokalfinale, fand aber wieder seinen Meister in Berlin.

1999/2000: Mit Joe Whelton übernahm zum zweiten Mal ein US-Amerikaner das Ruder an der MTV-Seitenlinie. Whelton landete mit der Verpflichtung von Joey Beard einen echten Glücksgriff. Die Mannschaft um Kapitän Patrick King zog in die Endrunde ein, scheiterte dort aber deutlich mit 1:3 an Leverkusen.

Neuer Name

2000/2001: Mit neuem Namen und frischem Geld wirbelte Headcoach Whelton seinen Kader kräftig durcheinander. Die nun als Avitos Gießen auftretenden Universitätsstädter spielten eine ganz starke Saison und zogen erneut in die Playoffs ein. Dort schaltete das Team um Mike Mitchell Würzburg mit 3:1 aus, und Gießen stand zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder unter den besten vier. Im Halbfinale war Berlin dann für die Adonis Jordan, Rick Stafford und Co. jedoch beim 0:3 eine Nummer zu groß.

2001/2002: Die Whelton-Truppe erreichte erneut die Ausscheidungsspiele, musste dort aber klar mit 0:3 gegen Köln die Segel streichen. Mit Florian Hartenstein schlägt eine Kultfigur des nächsten Jahrzehnts seine Zelte an der Lahn auf.

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