Neueröffnung

Blumen und Garten Volz eröffnet an neuem Standort

140 Jahre lang war Blumen und Garten Volz am Rande der Licher Altstadt zuhause. Am Donnerstag eröffnet der Betrieb seine neuen Räume in der Gießener Straße. So einiges ist dann neu.
04. Oktober 2017, 16:05 Uhr
Noch sind die neuen Verkaufsräume von Blumen und Garten Volz leer, das wird sich heute ab 9 Uhr ändern. (Foto: kim)

Sterne hängen an Filzbändern von der Decke oder an Ästen, ebenso wie Kugeln für den Weihnachtsbaum. Ob unifarben mit Mustern oder Motiven, ganz modern oder eher traditionell – das Angebot lässt Deko-Herzen höher schlagen. Dort, wo eigentlich saisonale Pflanzen auf computergesteuerten Bewässerungstischen auf ihre Besitzer warten, hat das Team von Blumen und Garten Volz zur Eröffnung am neuen Standort in der Gießener Straße 48 bereits die Weihnachtssaison eingeläutet. Schönes für die Adventszeit, wohin das Auge reicht.

Von der Aster bis zur Tulpe

Nur in einigen Regalen findet sich im rund 430 Quadratmeter großen Kalthaus derzeit, das der Kunde bei seinem Besuch zuerst betritt, ein ganzjähriges Angebot: qualitativ hochwertige Blumengefäße, Korbwaren, Lichterketten in verschiedensten Variationen, mehr als 200 Samensorten. Vom Basilikum bis zum Zierlauch, von der Aster bis zur Tulpe – Hobbygärtner kommen hier voll auf ihre Kosten. Das erforderliche Werkzeug gibt es gleich im Regal daneben.

Nah am alten Standort

Notwendig geworden war der Umzug, um den Betrieb für die Zukunft aufzustellen. Der alte Standort am Rande der Licher Altstadt, 146 Jahre lang Sitz der Firma, war dafür unzureichend gerüstet, sagt Geschäftsführer Walter Reber, der das Geschäft 2008 mit seiner Frau Christina Reber-Volz von den Schwiegereltern übernommen hatte. Weil die alten Gebäude zu viel Energie verbrauchten. Weil Parkplätze fehlten. Weil Betriebsabläufe umständlich und deshalb arbeitsintensiv waren. Und weil die Fläche für die Präsentation von Stauden und Gehölzen nicht nur zu klein war, sondern sich zudem nur unzulänglich beschatten, belüften und bewässern ließ.

Das Grundstück gegenüber der Aral-Tankstelle, nur rund 200 Meter vom alten Standort entfernt, hatten Christina Reber-Volz und ihr Mann von Anfang an für ihre Pläne im Visier. Dass der frühere Eigentümer es dann auch tatsächlich verkaufte, war für die beiden ein Glücksfall. Im Mai 2015 führten sie die ersten Gespräche mit dem Bürgermeister, ein Jahr später – der Verkauf war unter Dach und Fach – schufen die städtischen Gremien das Bauplanungsrecht.

Ende 2016 fiel die Feldscheune, welche die Rebers eigentlich gerne in ihre Pläne einbezogen hätten, aber aus Kostengründen davon Abstand nehmen mussten. Im Frühjahr dieses Jahres begannen auf dem 4400 Quadratmeter großen Areal, auf dem parallel auch der Bau des neuen Wohnhauses der Familie voranschreitet, die Erdarbeiten, im Mai das Aufstellen von Gewächshaus und Halle. Entstanden ist ein Firmensitz, der den Anforderungen an einen modernen Floristik- und Gartenbaubetrieb gerecht wird.

Ein computergesteuertes Bewässerungssystem, angeschlossen an drei Zisternen, erlaubt es, die Pflanzen bedürfnisgenau zu versorgen. Das Wasser wird auf die Tische gepumpt und bleibt eine Zeit lang stehen, damit es von der Erde aufgenommen werden kann, erklärt Reber.

Wirtschaftlichere Abläufe

Was nicht benötigt wird, laut Gärtnermeister etwa 80 Prozent, fließt über das gleiche System zurück, wird gefiltert und wieder verwendet. War bisher zwei Mal pro Woche eine Arbeitskraft, ausgestattet mit Schlauch und Gießkanne nur mit der Pflege der Pflanzen beschäftigt, müssen künftig nur noch die Tische durchgeschaut und – wenn nötig – per Mausklick bewässert werden. »Die neue Technik ermöglicht wesentlich wirtschaftlichere Betriebsabläufe«, sagt Reber.

Dazu gehört auch, dass die Schnittblumen, die wie Vasen und Gefäße zur Innenraumbegrünung, Zimmerpflanzen, Dekorationsartikel, Kerzen, Wohnaccessoires, Feinkost, Beratungsecke, Floristik-Produktion, Lager, Personalraum und Toiletten im rund 570 Quadratmeter großen Warm haus untergebracht sind, nicht mehr jeden Abend in den Kühlraum gebracht und morgens wieder herausgeholt werden müssen.

Ein klimatisierter Bereich im Warmhaus ermöglicht dauerhaft optimale Bedingungen. Und auch die mindestens drei Mal so große Lagerfläche – zum Teil im ersten Stock, wo auch Büro und Besprechungsraum untergebracht sind – erleichtern künftig den Arbeitsalltag. »Früher mussten wir beispielsweise die gesamte Weihnachtsdekoration nach dem Fest in den Keller räumen und vorher einzeln verpacken – erst in Papier, dann in Kartons und natürlich beschriften, damit wir im nächsten Jahr wussten, was sich in den Kisten befindet«, sagt Christina Reber-Volz. Künftig werden Kugeln und Sterne einfach nur auf große Containerwagen geräumt, dieser mit Folie bespannt und ins Lager gefahren.

Besonderes zum Start

Das indes hat noch drei Monate Zeit, denn die Saison wird mit der Eröffnung am heutigen Donnerstag erst eingeläutet. Bis Samstag warten Blumen und Garten Volz anlässlich des Verkaufsstarts am neuen Standort mit einem besonderen Programm auf: Pralinen-Verköstigung, Rosentag, Familien-Genuss-Tag.

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