Unfall auf A 480

Keinen Beifahrer dabei gehabt

Bei einem Unfall am Montagabend auf der A 480 ist ein 27-jähriger Autofahrer schwer verletzt worden. Ein zunächst gesuchter Beifahrer war nach Erkenntnissen der Polizei vom Dienstag nicht im Auto.
21. März 2017, 15:17 Uhr
Beim Aufprall auf einen Sattelzug wird die komplette Beifahrerseite des Sportcoupés weggerissen, das sich danach überschlägt und auf dem Dach liegenbleibt. (Foto: sha)

Bei einem Unfall am Montagabend auf der A 480 nahe dem Gießener Nordkreuz ist ein 27-jähriger Autofahrer aus Romrod schwer verletzt worden. Ob sich in dem Fahrzeug noch ein Beifahrer befand, war bis in den späten Abend hinein unklar. Die Polizei suchte zunächst nach ihm. In den frühen Morgenstunden wurden die Suche allerdings eingestellt. Die Beamten bezweifeln nach eigenen Angaben die Aussage des Fahrers nach einem Beifahrer. Dieser gab bei einer Befragung am Dienstag an, doch keinen Beifahrer gehabt zu haben.

Wie die Beamten mitteilten, war der Mann aus dem Vogelsbergkreis mit seinem Mazda Sportcoupé mit »sehr hoher Geschwindigkeit« auf der A 480 in Richtung des Reiskirchener Dreiecks unterwegs. Kurz hinter dem Gießener Nordkreuz verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Auto und prallte mit dem Pkw auf einen Sattelzug, der auf der rechten Spur fuhr. Dabei wurde die Beifahrerseite des Mazdas komplett weggerissen. Infolge der Kollision mit dem Lkw überschlug sich das Auto mehrfach und blieb auf dem Dach liegen. Der 27-Jährige konnte sich nach Angaben von Rettungskräften schwer verletzt aus dem Autowrack befreien. Er wurde in die Gießener Uniklinik gebracht. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.


Suche nach zweitem Mann führt zu Großeinsatz

Für einen Großeinsatz sorgte die Angabe des Mannes am Unfallort, er habe einen gleichaltrigen Beifahrer aus Gießen gehabt. Allerdings verlor er danach schnell das Bewusstsein, so dass er nicht weiter befragt werden konnte. Da der Beifahrer möglicherweise aus dem Fahrzeug geschleudert und ebenfalls schwer verletzt wurde, suchten 23 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Gießen und der Freiwilligen Feuerwehr Gießen-Mitte sowie mehrere Streifenwagen der Polizei die Böschungen und die nähere Umgebung ab. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera war auch an der Suche beteiligt. In der Nacht wurde die Suche ergebnislos eingestellt. Wie Polizei am Dienstag dazu schreibt, habe sich der Mann geirrt. Bei einer neuerlichen Befragung habe er angebene, zuvor einen 27-Jährigen im Raum Gießen besucht zu haben. Er sei danach aber alleine unterwegs gewesen. Warum er zunächst etwas anderes behauptet hatte, konnte er sich laut Polizei nicht erklären. Auch die Spuren und Beschädigungen im Wagen sprechen laut Polizei dafür, dass der Mann alleine in dem Auto saß.


Ärger, weil Rettungsgasse nicht frei war

Die Autobahn war mehrere Stunden voll gesperrt. Für Ärger sorgte, dass die Verkehrsteilnehmer keine Rettungsgasse gebildet hatten, so dass Einsatzkräfte erst verspätet am Unfallort eintrafen, einige von ihnen sogar zu Fuß laufen mussten.

Gegen 23.45 Uhr wurde der Streckenabschnitt auf der A 480 wieder freigegeben. Die Höhe des Sachschadens wurde von der Polizei am Dienstagnachmittag auf 30 000 Euro beziffert.

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