Alsfeld

Solarpark soll zwischen Alsfeld und Leusel entstehen

10. Oktober 2012, 17:33 Uhr
Am Bahndamm (Bildmitte), nahe dem Bahnübergang eines Feldwegs, soll der Solarpark Leusel der Energiegenossenschaft Vogelsberg errichtet werden. (Foto: ks)

In der jüngsten Sitzung befasste sich der Bauausschuss der Alsfelder Stadtverordnetenversammlung mit Plänen der Energiegenossenschaft Vogelsberg EGV, zwischen Alsfeld und Leusel eine größere Freiflächenanlage zu errichten. Der Ausschuss unter der Leitung von Florian Sauermann stimmte dem ersten Schritt zum Aufstellen eines Bebauungsplans einhellig zu.

Die Genossenschaft, an der Kommunen und Privatleute aus der Region beteiligt sind, will Solarpaneele auf 5,3 Hektar Fläche aufstellen. Bebaut werden soll ein Bereich am Bahndamm in Richtung Alsfeld, links neben einem Bahnübergang an einem Feldweg. In der Sitzung wurde nur grundsätzlich über die Energiegenossenschaft gesprochen, die dafür sorgt, dass die Gewinne aus einem Energieprojekt weitgehend in der Region bleiben. Die Frage einer Blendwirkung durch die Glasoberflächen soll im weiteren Verfahren geklärt werden, wie Sauermann auf Nachfrage weiter berichtete. Diesmal ging es nur um den Aufstellungsbeschluss. Die Abfrage bei Verbänden und Behörden kommt erst in einem späteren Verfahrensschritt.

Um regenerative Energien ging es auch in der damit verbundenen Sitzung des Hauptausschusses. So wurde lebhaft über eine Bürgschaftsrichtlinie diskutiert, die zum Beispiel die »Bürgerenergie Lingelbach« betreffen wird. Wie Vorsitzender Swen Bastian berichtete, hat der Magistrat eine Bürgschaftsrichtlinie entworfen. Dabei lag eine Mustersatzung des Städte- und Gemeindebundes zugrunde. Vorgesehen ist, die Stadt stärker an Einnahmen zu beteiligen. Bürgschaften der Stadt verbilligen die Kredite, die zum Beispiel eine Energiegenossenschaft aufnimmt. Da kann über die Laufzeit von Anlagen ein Zinsvorteil von 100 000 Euro zusammenkommen. Die geplante Richtlinie sieht vor, die Hälfte dieses Vorteils bei dem Betreiber zu belassen und die Hälfte an die Stadt abzuführen. Zudem soll eine Gebühr erhoben werden.

Eine Schwierigkeit stellen die Sicherheiten für eine Bürgschaft dar, sie sollen je nach Bedarf individuell geregelt werden. Die CDU sprach sich gegen die Richtlinie aus, weil sie befürchtet, dass die Stadt immer mehr wie eine Bank auftritt und verstärkt Bürgschaften gibt. Bürgermeister Ralf Becker betonte, dass eine Ausweitung in dieser Hinsicht nicht zu befürchten ist, schon wegen der rechtlichen Rahmenbedingungen.

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