Alsfelder Schüler genossen Gipfel-Erlebnis

28. Oktober 2014, 12:58 Uhr
Gipfelstürmer auf dem Hohen Ifen: die Bergsteigergruppe der Albert-Schweitzer-Schule hat es geschafft. (Foto: pm)

Eine Gruppe von insgesamt 18 Personen fuhr von Alsfeld in das Kleinwalsertal. Schulleiterin Elisabeth Hillebrand, eine der wenigen Lehrkräfte in der Region mit der Qualifikation für alpines Wandern mit Schülergruppen, führte ihre Gruppe Anfang Oktober auf das Heuberghaus im Kleinwalsertal. Von 1400 Metern Höhe aus eroberten die 12- bis 17-jährigen Schülerinnen und Schüler bei allerbestem Wetter die alpine Bergwelt. Ihre Touren stellten sie sich selbst zusammen und erlernten dabei den Umgang mit Karten, Kompass und GPS-Systemen.

Höhepunkt Ifen-Besteigung

Höhepunkt der fünftägigen Tour war die Besteigung des Hohen Ifen. Auf 2 300 Metern Höhe erreichten die Alsfelder das Gipfelkreuz, eine anstrengende, aber unglaublich schöne Erfahrung, wie alle Teilnehmer einhellig bestätigten. Nordöstlich des Ifenplateaus befindet sich das Gottesackerplateau. Die Karstlandschaft mit zahlreichen Höhlen und seltenen Gebirgspflanzen bot sich bei strahlendem Sonnenschein geradezu für den Abstieg an – auch wenn die jungen (und älteren) Bergsteiger dafür ihre letzten Kräfte mobilisieren mussten. In ihrer Unterkunft im Heuberghaus war die Reisegruppe Selbstversorger – ein riesiger Eimer mit Eierschalen zeugt von großem Hunger. Kein Wunder bei den ausgedehnten Touren an der frischen Luft. In der schönen Hütte kamen natürlich auch die Geselligkeit und die gute Laune nicht zu kurz.

»Die Gruppe war aus vier Jahrgangsstufen bunt zusammengewürfelt«, so Elisabeth Hillebrand, »dennoch fanden die Jugendlichen sehr schnell zusammen – nicht zuletzt, weil ein solches Erlebnis und das Wohnen in einer Gemeinschaftsunterkunft sehr zusammenschweißt.« Die Kursleiterin freute sich über die leistungsbereiten, motivierten und sehr sympathischen Schüler, mit denen sie eine Woche in den Alpen verbrachte.

Zum Abschluss der Tour bestieg man noch die Enzianhütte oberhalb von Oberstdorf. Sie liegt so einzigartig, dass sie nur per Hubschrauber versorgt wird, bietet ihren Gästen neben alpinen Matratzenlagern jedoch eine außergewöhnlich gute Küche, an der sich die Wanderer an ihrem letzten Abend der Tour erfreuten. Eine solche Tour fordere viel von den jungen Menschen, die sich dafür entschieden haben, erläuterte Hillebrand. »Sie gehen körperlich an ihre Grenzen, erleben dafür eine unglaublich schöne Natur und lernen gleichzeitig, sich in einer ihnen bis dahin unbekannten Gruppe zu behaupten. Auch die Selbstversorgung und das gemeinsame Kochen war für viele sicher eine neue Erfahrung.« Eine Erfahrung, die im kommenden Schuljahr sicher wieder angeboten wird. Info: Wahlunterricht findet in der Sekundarstufe I statt, KOP-Kurse (Kompensation, Orientierung und Profilbildung) sind verpflichtende Wahl-Angebote in der E-Phase der Oberstufe.

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