Vogelsbergkreis

Standortverlagerung soll mehr Sicherheit bringen

Der geplante Abzug des Notarzteinsatzfahrzeugs (NEF) aus Ulrichstein hat für Unmut gesorgt. Jetzt reagiert der Kreis. Danach wird die Versorgung der Bürger durch den Schritt besser.
21. April 2017, 12:00 Uhr
Das Notarzteinsatzfahrzeug aus Ulrichstein soll abgezogen werden. Das sorgt vor Ort für Ängste und Ärger. Beim Kreis heißt es dagegen: Die Rettungszeiten können nach der Verlagerung nach Ilbeshausen besser eingehalten werden. (Foto: au)

»Die Verlegung des Notarztstandortes von Ulrichstein nach Ilbeshausen wird dazu führen, dass mit den zur Verfügung stehenden Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF) eine bessere Raumabdeckung im Kreis erreicht wird. In der Summe wird durch die Verlegung die notärztliche Versorgung der Bevölkerung des Vogelsbergkreises verbessert«. Das erklärt Landrat Manfred Görig in einer Stellungnahme zur beabsichtigten Resolution. In Ulrichstein hat sich erheblicher Unmut geregt, als die Pläne zur NEF-Verlegung dieser Tage kundgetan wurden.

Zudem sei die notärztliche Versorgung der Großgemeinde Ulrichstein nach der Verlegung des Standortes nach Ilbeshausen innerhalb der Eintreffzeit sichergestellt. »Die Stadtteile von Ulrichstein werden grundsätzlich vom NEF in Ilbeshausen versorgt, die Ortsteile Unter-Seibertenrod und Wohnfeld durch das NEF aus Grünberg.«

NEF aus Nachbarkreis kommt

Durch die bislang in Alsfeld, Lauterbach und Ulrichstein stationierten Notarzteinsatzfahrzeuge habe es in manchen Teilbereichen des Vogelsbergkreises eine räumliche Überschneidung der Einsatzbereiche gegeben. So könnten momentan noch Teilbereiche in den Großgemeinden Grebenau, Herbstein, Lautertal und Schwalmtal innerhalb einer Eintreffzeit von 15 Minuten gleich durch zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) erreicht werden. Dagegen sei es bislang aber nicht möglich, die Großgemeinde Grebenhain sowie weite Teile der Großgemeinden Freiensteinau und Schlitz in der vorgegebenen Zeit notärztlich zu versorgen. Durch die Verschiebung von zwei der drei NEF-Standorte, zu denen auch Ulrichstein gehört, sowie durch die Einbindung grenznaher Notarzt-Standorte von Nachbarlandkreisen, könne erreicht werden, »dass alle Bürgerinnen und Bürger des Vogelsbergkreises profitieren und innerhalb der Eintreffzeit erreicht werden«, äußert der Landrat weiter. Die Neuordnung berücksichtigt die Vorgaben des neuen Landesrettungsdienstplanes, den das Land zum Jahresbeginn in Kraft gesetzt hat. Die Planungsvorgaben im Landesrettungsdienstplan für die Kreise als Träger des Rettungsdienstes betreffen auch die Notarztstandorte. Danach sind die Landkreise gehalten, mit der geringstmöglichen Anzahl von Notarztstandorten die größtmögliche Raumabdeckung zur Versorgung der Bevölkerung zu erreichen.

Durch die Verlegung der Notarztstandorte und die im Landesrettungsdienstplan ebenfalls vorgeschriebene Berücksichtigung von Notarztstandorten in benachbarten Landkreisen wäre die Errichtung eines vierten Notarztstandortes nach den Planungsvorgaben »nicht bedarfsgerecht«.

Nicht von heute auf morgen

Deshalb haben sich auch die Krankenkassen, die die Kostenträger für die Notarztstandorte sind, für die Verlegung der Standorte und gegen ein viertes NEF ausgesprochen. Die Planungen der Standorte und Einsatzbereiche der Notarztfahrzeuge seien von einem Fachbüro unter Berücksichtigung des Landesrettungsdienstplanes in einem Gutachten zusammengefasst worden.

»Von der gebotenen Verlegung des NEF-Standorts habe ich Bürgermeister Schneider bereits nach einer Bürgermeisterdienstversammlung Mitte März informiert«, berichtet Landrat Görig weiter. Zur besseren Versorgung der Gesamtbevölkerung sei die Verlegung nach Ilbeshausen erforderlich, dort werde auch zurzeit ein Objekt als neuer NEF-Standort überprüft. Ohnehin lasse sich eine solche Umsetzungsmaßnahme nicht »von heute auf morgen« bewerkstelligen und brauche eine gewisse Zeit.

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