Windkraft

Feldatal kann Einnahmen in den Wind schreiben

Windkraft ist eine der wenigen Einnahmemöglichkeiten für Feldatal. Denn die aktuelle Schuldenlast beträgt rund 5,9 Millionen Euro. Doch die erhofften Einnahmen kommen nicht.
04. Mai 2017, 12:00 Uhr
Blick über Stumpertenrod zum Windpark »Platte«, an den links angrenzend die drei Anlagen »Eckmannshain« entstehen sollen. (Foto: jol)

Recht kurz streifte Bürgermeistervertreter Daniel Wolf in der jüngsten Parlamentssitzung ein Zukunftsthema der Gemeinde. Zum Windpark Eckmannshain gebe es keine neuen Erkenntnisse, und im Bereich des geplanten Windparks an der B 49 seien keine Einnahmen für die Gemeinde zu erwarten, sagte er den Gemeindevertretern. Die kurze Mitteilung enthält Sprengkraft: Zumindest die Anmerkung zu den Windenergieanlagen bei Groß-Felda löste Widerspruch aus. So monierte CDU-Sprecher Ralf Bunn, dass die Gemeinde einst mit »massiven Einnahmen« rechnen durfte.

Das sei das zentrale Argument gewesen, als ein Bürgerentscheid gegen den geplanten Windpark »Markhohl« gestartet wurde. Wie berichtet, hat sich eine klare Mehrheit der Feldataler beim Bürgerentscheid dafür ausgesprochen, im Flächennutzungsplan der Gemeinde die Großrotoren vorzusehen. Der Kritik Bunns setzte Wolf entgegen, dass der Bürgerentscheid bindend für die Gemeindegremien ist. Er dürfe drei Jahre lang nicht korrigiert werden. Im Bereich Markhohl können keine Windkraftanlagen gebaut werden, weil die Ackerflächen am Waldrand sowie der Waldrand selbst Lebensraum für den geschützten Rotmilan sind. Deshalb sind nur Windkraftanlagen im Romröder Forst an der Bundesstraße 49 möglich. Die Flächen dort gehören dem Landn, das die Kommune nicht an Pachteinnahmen beteiligt.

Vorhaben umstritten

Anders ist die Lage im Bereich Eckmannshain bei Stumpertenrod. Dort können nach unbestätigten Informationen drei Windenergieanlagen errichtet werden. Davon stehen eineinhalb auf Gemeindeland, die rechnerisch halbe Anlage bedeutet, dass der Abstand zum Nachbargrundstück in einem Fall so klein ist, dass die Einnahme für eine Anlage geteilt werden muss. Das Vorhaben ist umstritten, weil die Gemeinde mit der Projektiererfirma MSH einen Vertrag geschlossen hat, der einst deutlich mehr Anlagen und hohe Pachteinnahmen für die Gemeinde vorsah. Die Einnahmen mussten korrigiert werden, weil der Betreiber nicht mehr mit den ursprünglich geplanten Einnahmen rechnet. Verzögerungen gab es, weil der Bereich im Vogelschutzgebiet liegt, das erst nach einer genaueren Prüfung für Rotoren freigegeben wurde. Zudem mussten die Planer, die im Auftrag von MSH arbeiten, auf Vorgabe des RP einen anderen Anlagentyp auswählen, um dem Artenschutz zu genügen. Die neuen Anlagen erfordern weitere Gutachten zu Lärm und anderen Emissionen, deshalb gehen weitere Monate ins Land.

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