Documenta

Vogelsberger Hocker für Besucher der documenta

Eine Million Besucher werden bei der Documenta erwartet. Viele Besucher tragen ein praktisches Teil mit sich herum: Einen Papphocker, der von einer Vogelsberger Firma kommt.
12. August 2017, 15:00 Uhr

Kassel ist im Ausnahmezustand: Alle fünf Jahre verwandelt die documenta die nordhessische Stadt in ein Mekka für Kunstinteressierte. 100 Tage lang zeigen mehr als 160 Künstler an 30 Standorten ihre Werke. Für die Studierenden der Kunsthochschule Kassel bietet die documenta auch Inspiration für eigene Projekte, die sie im Rahmen eines Rundgangs an der Hochschule präsentieren. Carina Jakisch, angehende Produktdesignerin im vierten Semester, entwarf einen Hocker aus Wellpappe für die documenta-Besucher. Entwickelt und produziert wurde er mit Unterstützung der STI-Group mit Werken in Alsfeld und Lauterbach.

»Ein Hocker aus Wellpappe ist ideal für die Besucher der documenta. Die Ausstellung ist sehr weitläufig und man ist froh, eine mobile Sitzgelegenheit dabei zu haben«, erklärt Carina Jakisch. Der Hocker ist das Ergebnis ihres Semesterprojektes. Aufgabe der Studierenden war es, ein »conversation piece« zu entwickeln – ein reproduzierbares Werkstück, das Aufmerksamkeit erregt und zum Gespräch anregt. Das Ergebnis ist ein flexibles Sitzmöbel, das nur 500 Gramm leicht ist. Seine Maße entsprechen dem documenta-Taschenmaß, der Hocker kann also zu allen Ausstellungstätten mitgenommen werden.

»Man möchte sich doch am liebsten direkt vor den Kunstwerken aufhalten und sich – am besten im Sitzen – darüber austauschen, was man sieht und empfindet«, so Jakisch.

 

Knallorange als Blickfang

 

Das Design des Hockers lässt die filigrane Konstruktion optisch noch leichter wirken. Mit seinen knallig orangefarbenen Ecken zieht er die Blicke der documenta-Besucher auf sich. Die Konstruktion kommt ohne Klebung aus und kann sehr klein gefaltet werden. »Der Hocker ist originell konstruiert, kann schnell aufgebaut werden und ist wiederverwendbar«, lobt Claudia Rivinius, Marketing Director der STI Group, den documenta-Hocker. »Wir fanden die Idee von Anfang an toll und haben das Projekt gerne unterstützt, da wir bereits mit Studierenden der Kunsthochschule zusammengearbeitet haben. Als Verpackungshersteller ist der Austausch mit Nachwuchsdesignern für uns sehr wichtig. Wir bekommen Einblick in neue Designströmungen und können die Studierenden dabei unterstützen, ein Produkt serienreif zu gestalten.« Für die Besucher der documenta wurde zunächst eine Kleinserie documenta produziert. Carina Jakisch denkt über weitere Einsatzmöglichkeiten und eine Weiterentwicklung ihres Wellpapp-Hockers nach. Die documenta 14 läuft bis 17. September. (Foto: Sabine Boger)

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