Keime weg

Trinkwasser noch bis Montag abkochen

Tag für Tag rollen schon seit Wochen Milchlaster von Feldatal in Richtung Ulrichstein. In den stählernen Tanks ist aber keine Milch, sondern Trinkwasser für die Kernstadt.
12. August 2017, 05:20 Uhr
Bis Montag sollen die Bewohner der Kernstadt das Trinkwasser noch abkochen.

Bereits seit mehreren Wochen müssen sich Verwaltung und Bürger mit dem Wasserproblem herumplagen. Und noch kann nicht komplett Entwarnung gegeben werden.

So wurden die Einwohner schon vor einiger Zeit dazu aufgefordert, Waser zu sparen. Die Wasserversorgung am Friedhof in Ulrichstein musste abgestellt werden, was zu einigen Protesten führte.

Die Bevölkerung wurde weiterhin gebeten, kein Wasser aus dem Trinkwassernetz für die Gartenbewässerung, das Waschen der Autos und ähnliches zu entnehmen. Zumindest die Frage der Garten- und Friedhofsblumen-Bewässerung hatte sich in den letzten Tagen wegen des Regens etwas erübrigt.

Am Freitagmittag trafen bei der Stadt die Ergebnisse der Proben ein, die Anfang der Woche im Leitungsnetz genommen worden sind. »Es ist nichts mehr gefunden worden, das Wasser ist wieder in Ordnung,« sagt Bürgermeister Edwin Schneider auf Anfrage. Es sind keine Keime und Bakterien mehr in den Wasserproben enthalten.

Laut Gesundheitsamt soll das Abkochgebot aber noch bis zum Montagmittag bestehen bleiben. Die Stadt wird die Bürger unter anderem wieder mit Handzetteln darauf hinweisen. In den Wochen rollten täglich acht bis zwölf Tankwagen mit Wasser, um die Trinkwasserversorgung sicher zu stellen. Eine Ladung fasst 15 Kubikmeter Wasser. Die Kosten beziffert Schneider mit zwischen 700 und 1000 Euro am Tag, damit wären schon fünfstellige Kosten für die Stadt aufgelaufen. Mit dem Transport ist eine Spedition aus Feldatal beauftragt.

Weiterhin wird auf Seiten des Magistrates, der Verwaltung und des Bauhofes fieberhaft an einer Lösung gearbeitet, die eine nachhaltige Versorgung der Kernstadt Ulrichstein mit gutem Trinkwasser sicher stellt, kündigte Schneider an. So ist man bestrebt, dass die vor kurzem stillgelegten Schürfquellen wieder »ans Netz« gehen können. Denn eine andere Lösung weiß derzeit niemand. »Das ist sehr schwierig. Und wir müssen natürlich weg von den Kosten, die die täglichen Wassertransporte verursachen,« meinte der Bürgermeister.

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