Urlaub

Pippi-Langstrumpf-Gefühle im Vogelsberg

Pauline van der Meulen bloggt über ihren Alltag und gibt Eltern Tipps. Etwa, wo man mit Kindern gut Urlaub machen kann. Kürzlich verschlug es sie nach »Duitsland«, genauer in den Vogelsberg.
14. November 2017, 12:00 Uhr

Spielen und Toben stehen auf dem Plan. Doch der dicke Nebel und Wolken auf dem Hoherodskopf machen zumindest die Fernsichten in die umliegende Vogelsberger Landschaft zunichte. Über den Baumkronenpfad trauen sich die drei Kinder von Pauline van der Meulen, Mitherausgeberin des niederländischen Blogs www.voormijnkleintje.nl, trotzdem.

Gemeinsam verbrachte die Familie jetzt einige Tage auf dem Ferienhof Wahls in Grebenhain-Metzlos. Tiere streicheln, im Garten helfen, rutschen und schaukeln – hier kann man das Landleben kennen lernen. Magdalena Braunroth von der Region Vogelsberg Touristik hatte das Programm ausgearbeitet, aber auf besseres Wetter gehofft. Was tun bei Nieselregen und Nebel? Entweder auf Matschwanderung gehen – oder ins Vulkaneum gehen, wo man auch als Kind viel ausprobieren kann. Und sogar Mama Pauline lernte einiges. Denn dass es in Deutschland einmal Vulkane gab, wusste Pauline van der Meulen vorher noch nicht. Obwohl das Wetter nicht mitspielte, haben die Reisenden die Gegend in guter Erinnerung behalten. Auf ihrem Blog schreibt van der Meulen begeistert: »Ein kinderfreundlicher Ort, an dem sich das Gefühl, mitten im Nirgendwo zu seine, positiv bemerkbar macht«. An den fehlenden Netzempfang und WLAN hatten sich alle schnell gewöhnt. Auch die Kinder, die nicht mehr nach iPad oder Handy fragten. Jetzt hieß es » Tischfußball im Heukäfig« oder Kuchen im Sandkasten backen. Van der Meulen: »So ein deutscher Bauernhof und die neblige Umgebung erinnern mich an Hans und Grietje (Hänsel und Gretel).«

Gleich neben dem Ferienhof Wahl hat van der Meulen das »charmanteste Kaffeehaus im Vogelsberg« entdeckt, den Dorfladen von Metzlos, in dem sich das Café Barista Izabela befindet. »Wenn man durch das Dorf fährt, kann man sich nicht vorstellen, dass es hier einen so ein gemütlichen Ort für das Frühstück oder eine Tasse Kaffee gibt.« Die Umgebung mit malerischen Dörfern fühlt sich für die Besucherin an »wie eine Zeitreise«. Und auch der Hoherodskopf gefällt den Besuchern gut, selbst wenn die Rodelbahn geschlossen bleibt und der Fernsehturm im dichten Nebel nicht zu sehen ist. Paulines Bericht wird, sobald er auf dem Blog erscheint, auf der Facebook-Seite der Vulkanregion Vogelsberg verlinkt.

Nicht nur Niederländer zieht es in die Gegend, auch belgische Reisejournalisten wie Willy Ost. »120 Kilometer sind kein Problem«, sagt Willy Ost, der für das Magazin »Kampeertoerist« schreibt, über sein Fahrrad mit elektronischer Unterstützung, mit dem er an der Rezeption des Campingplatzes am Gederner See vorfährt. Es ist zwar 22 Kilogramm schwer, dafür trägt es den Besitzer verlässlich auch über die Höhen des Vogelsberges. Campen und Radfahren sind seine große Liebe – und die seiner Frau, denn die ist mit dabei, wenn er f auf Tour geht. Oft ist sie auch das Fotomodell.

Zu allererst drehen Willy und Len Ost zusammen mit Campingplatzbetreiber Klaus Winkler und Magdalena Braunroth eine Runde mit den Erwachsenentretrollern, die man beim Campingplatz mieten kann. Rund um den See geht es durch raschelndes Herbstlaub und vorbei an den mietbaren Mobilheimen und Woodlodges, die sie besichtigen. Bei einem Kaffee wird gemeinsam das Programm noch einmal an die Bedürfnisse der Reisejournalisten angepasst. Dabei ist Willy Ost durchaus nicht zimperlich mit den Längen der Touren. »Mit unseren Rädern sind wir sehr flexibel«, erklärt er. »Wir sind auch schon in Schottland und Irland gefahren«, ergänzt seine Frau Len, »da ist es noch bergiger, als hier.«

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