Es wird ein spannendes Jahr 2018 für die Stadt Kirtorf mit den zwei Groß-Vorhaben Kirtorfer Höfe und Interkommunale Zusammenarbeit mit Antrifttal - da ist es gut, dass in der Stadtpolitik große Einigkeit herrscht. In der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments stimmten die Fraktionen von FWG/CDU und SPD/UWL einhellig für den Haushaltsplan des kommenden Jahres und mehr Familienfreundlichkeit mit kostenlosen Windelsäcken. Nur in der Einschätzung der Kreispolitik taten sich Unterschiede auf. Der Haushalt weist bei Ausgaben von 5,6 Millionen einen Kreditbedarf von knapp 330 000 Euro auf. Einstimmig wurde auch der Feuerwehr-Entwicklungsplan beschlossen.

Im Zentrum standen die Haushaltsreden der Fraktionsvorsitzenden, denn die Verabschiedung des Haushaltsplans für die Kommune ist die wichtigste Aufgabe des Parlaments. Dabei betonte Andreas Herbst (FWG/CDU), »Kirtorf steht gut da«. Man habe Akzente für junge wie ältere Bürgerinnen und Bürger gesetzt, die Infrastruktur wurde ausgebaut. Zentrales Problem sei aber, dass Bund und Land den Kommunen Aufgaben aufdrücken, ohne einen Teil am Steueraufkommen abzugeben. Er forderte, der Kreis solle die Umlage senken, weil er im Sozialbereich etwas entlastet wird. Der Haushalt setze Impulse für das Gesundheitszentrum in der Kirtorfer Höfen, sichere Mittel für Vereine und eine gute Kinderbetreuung. Herbst freute sich, dass die IKEK-Fördermittel von Privatleuten gut nachgefragt werden.

Heinrich Raab (SPD/UWL) stimmte mit Herbst überein, dass ein gutes Zahlenwerk für das kommende Jahr erstellt wurde. Dabei biete man Antworten auf die Veränderungen der Bevölkerung, die demografische Entwicklung, auf die weiterhin engen finanziellen Möglichkeiten und die steigenden Anforderungen an eine kleine Verwaltung. Auch er forderte mehr Geld von Bund und Land, um die Aufgaben erfüllen zu können. Die Entschuldungsprogramme des Landes würden leider aus den Mitteln für die Kommunen abgezweigt. So wünschte er gebührenfreie Kinderbetreuung, die nicht über Kommunen finanziert wird. Er war aber skeptisch, ob der Kreis seine Umlage senken kann, denn Kommunen und Kreis stecken in der selben schlechten finanziellen Lage. Raab lobte die vorbildliche Kindergartenausstattung und wünschte einen Erhalt des Schwimmbads. Er befürwortet neue Bauplätze und die Stärkung der Großgemeinde über das Gesundheitszentrum in der Kirtorfer Mitte.

Positiv beschieden wurden auch Windelsäcke, die Familien mit kleinen Kindern und Haushalten mit inkontinenten Personen zur Verfügung gestellt werden sollen. Grundlage war ein Antrag von SPD/UWL, den die Stadtverwaltung konkret gefasst hat. Demnach erhalten Haushalte mit Kindern unter 3 Jahren und diejenigen mit Menschen, die dauerhaft auf Inkontinenzmaterialien angewiesen sind, pro Jahr sechs Restmüllsäcke kostenfrei. Alternativ übernimmt die Stadt die Grundgebühr einer Zusatztonne plus sechs Leerungen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Gesundheitszentren
  • Haushaltsplan
  • Kirtorf
  • Joachim Legatis
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 - 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.