Bürgermeisterkandidatin Claudia Blum zu Besuch bei Schlosspatrioten

10. Dezember 2015, 12:23 Uhr
Das Bild zeigt von links Günter Schönfeld, Michael Fina, Wilhelm Weißhuhn, Bürgermeisterkandidatin Claudia Blum, Frank Heller, Dr. Claus Gunkel und Alexandra Glatthaar sowieMarkus Haumann von den Schlosspatrioten.

Vorsitzender Markus Haumann, seine Stellvertreterin Alexandra Glatthaar und Wilhelm Weißhuhn, Leiter Arbeitskreis Geschichte, führten die Gruppe durch die Schlossräume und erläuterten bei Kaffee und Kuchen im neu renovierten Café sehr anschaulich die vielfältigen Arbeiten.

Am Beispiel des neu renovierten Cafés werde deutlich, mit wie viel Engagement und Herzblut die Vereinsmitglieder hier am Werke sind, so Claudia Blum. Das Café ist mit viel Liebe eingerichtet worden und kleine Details bewirken eine besondere Ausstrahlung wie die hübsche Borte an der Wand und das Sichtfenster im Boden. Alexandra Glatthaar erläuterte, dass sich auf der ursprünglichen Wand oben im Deckenbereich eine Borte befand. Das Muster der Borte sei in die neue Wandgestaltung aufgenommen worden. Die Farbwahl der Wände lehne sich an dem historischen Vorbild aus dem Jugendstil an.

In die Renovierung des Cafés wurden neben der eigenen Arbeitskraft rund 40 000 Euro eigene Mittel investiert. Das sei nötig gewesen, um die Balkenkonstruktion zu sanieren und die Anforderungen des Gesundheitsamts im Bereich der Kuchenausgabe zu erfüllen, so Markus Haumann. In den Caféräumen wurde der Dielenboden erneuert, alle Lagerbalken auf dem Gewölbe lagen deshalb frei.

Die Altersbestimmung eines Balkens ergab, dass es sich um einen Balken einer 151-jährigen Eiche handelte, die im Winter 1303/1304 gefällt wurde. Da just zu dieser Zeit Landgraf Otto I. die Besitztümer in Homberg an der Ohm und Biedenkopf vermacht wurden, schließen die Schlosspatrioten darauf, dass Otto umgehend in seinen neuen Besitz investierte. »Diesen Balken kann nun jeder Besucher in dem Sichtfenster im Boden sehen«, so Haumann.

Er erläuterte die verschiedenen Arbeitskreise, die in den Bereichen wie Schlosswerkstatt, Schlosspark, Geschichte, Café, Kunst und Kultur sowie Schlossfest tätig sind. Dazu kommt seit diesem Jahr die Sektempfangsgruppe bei Eheschließungen. Diese Eigenständigkeit und die grundsätzliche Arbeitsteilung mit der Stadt, die für Dach und Gefach zuständig sei, sieht er als Erfolgsfaktor für die ehrenamtliche Arbeit an, die dazu geführt habe, dass das Schloss weit in die Region strahle.

In Stiftung überführen?

Dazu trage auch die Öffentlichkeitsarbeit mit Besuchen von Funk und Fernsehen bei. Der Verein sei für die Zukunft mit 110 Aktiven von 200 Mitgliedern gut aufgestellt. Ihn treibe jedoch die Sorge um, wie die Sicherheit für die Investitionen des Vereins gewährleistet werden kann.

Gerade bei der Investoren- und Sponsorensuche sei es wichtig, dass das Schloss öffentlich bleibt. Die Stadt habe das Schloss für 159 000 Euro gekauft. Durch die Aktivitäten und Investitionen der Schlosspatrioten sei der Wert deutlich gestiegen und er sehe die Gefahr, dass die Stadt das Schloss in einigen Jahren verkaufen könnte. Claudia Blum und Claus Gunkel, SPD-Fraktionsvorsitzender, machten deutlich, dass für sie ein Verkauf nicht infrage kommt.

»In der kommenden Legislaturperiode muss das Schloss als Zentrum bürgerlichen Gemeinsinns durch zum Beispiel eine Überführung in eine Stiftung oder Genossenschaft dauerhaft als Besitz der Öffentlichkeit verankert werden«, so Gunkel. »Die Stadt wäre verrückt, wenn sie ihr Wahrzeichen verkaufen würde«, so Claudia Blum.

Mit dem Kauf des Schlosses habe die Stadt eine einmalige Gelegenheit genutzt und Michael Fina, stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender, ergänzt: »Das Schloss ist zentral für die Weiterentwicklung der Stadt.«

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