Förder- und Aktivenverein Schloss auf dem Weg

20. Juli 2012, 14:23 Uhr
Der Homberger Künstler Volker Schönhals zeigte vor Jahren anlässlich der Premiere von »Ohm sweet Ohm« farbige Bildtafeln am Schloss. Er ist bereit, diese dem Aktivenverein als Dauerleihgabe zu überlassen. (Foto: Archiv)

Hauptamtsleiter Markus Haumann bat in einer Begrüßung jeden, sich mit guten Ideen und Engagement einzubringen. Es solle nichts von oben herab bestimmt werden, »den Kurs sollen die Bürger vorgeben.« Interessen etwa aus den Bereichen Kultur, Landschaftsgärtnerei oder Geschichte sind im Vorfeld schon geäußert worden. Nun soll bis zum nächsten Treffen jedem ein Satzungsentwurf vorliegen.

Beate Goßfelder-Michel informierte über ein Angebot des Homberger Künstlers Volker Schönhals. Er hatte seinerzeit zur Premiere von »Ohm sweet Ohm« seine farbigen Bildtafeln am Schloss gezeigt. »Ich habe einfach mal nachgefragt, wo die Tafeln sind,« so Goßfelder-Michel – und Schönhals zeigte sich einverstanden, sie dem Verein als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen. Mit dem Aufhängen von acht Tafeln könne man zum Auftakt der kommenden Kulturwochen ein deutlich sichtbares Signal am Schloss setzen, dass sich etwas tut. »Das wäre eine erste und relativ einfach zu bewältigende Aufgabe.«

Dreimal wird das Schloss im Rahmen von »Ohm sweet Ohm« zum Schauplatz für Veranstaltungen. Dafür gibt es im Vorfeld noch einiges zu tun, wurde betont, so soll das alte Gemäuer vorher mit Staubwedel und Putzlappen veranstaltungsfein gemacht werden.

Bei allen Veranstaltungen ist auch eine Bewirtung vorgesehen. So wird zum Theater »Froschkönig« der Hausfrauenverein Kuchen, Kaffee und andere Getränke anbieten. Am 29. Juli soll es dann einen Vespergottesdienst geben. In der Diskussion wurde gefragt, in welche Richtung die künftige Nutzung des Schlosses gehen soll. Für konkrete Vorstellungen sei es noch zu zu früh, so Markus Haumann, was an dauerhafter Nutzung im Schloss geplant ist, »das muss sich erst entwickeln.« Kurz wurde über das Außengelände gesprochen, das aus Sicht von Bernd Rohrmoser gärtnerisch ansprechender gestaltet werden sollte. Das gelte auch für schöne Spazierwege. Hier könne man einen ortsansässigen Gärtner um Ideen bitten, so Haumann. Im Außenbereich solle auch genügend Platz für Veranstaltungen bleiben, wurde weiterhin angeregt. Gefragt wurde auch, welches Ziel der neue Verein haben soll: »Sollen sich die Mitglieder auf Hausmeistertätigkeiten beschränken oder können wir auch Einfluss auf die künftige Nutzung nehmen?«

Markus Haumann machte deutlich, dass den Gremien nicht daran gelegen ist, zunächst Engagement der Bürger abzufragen und sie dann bei der Nutzungsfrage auszuschließen. Kurz wurde auch über eine Stiftung nachgedacht, »das wäre für einen Haufen Laien aber ein riesiger Brocken,« wandte eine Rednerin ein. Zudem brauche es dafür als erste und wichtige Voraussetzung Stiftungskapital. Grundsätzlich warnte eine Rednerin vor den Extremen blinder Aktionismus oder zu zögerliches Vorgehen. »Wir sollten einen Mittelweg finden, wie wir vorgehen wollen.« Michael Fastabend (Deckenbach) berichtete kurz von seiner Erfahrung mit Vereinsgründungen und stellte eine mögliche Satzung eines Förder- und Aktivenvereins vor. Als wichtigste Ziele werden unter anderem Erhalt, Wiederherstellung und Aktivierung der alten Gemäuer und des Umfelds, das Organisieren von Kulturveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und touristische Vermarktung herausgestellt.

Die weiteren Anwesenden zeigten sich mit diesen Zielen einverstanden. Beim nächsten Mal soll jedem ein Satzungsentwurf vorliegen. Über die Höhe eines möglichen Mitgliedsbeitrags soll noch gesprochen werden. Man trifft sich jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat um 19 Uhr.

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