Ausstellung erweitert Blick auf die Umgebung

02. Juni 2013, 21:58 Uhr
Zu »Sehreisen« lädt die Ausstellung im Homberger Schloss ein. (Foto: rha)

Denn um das Entdecken des Fremden geht es schließlich bei jeder Reise. Mit ihren Fotografien versuchen die Künstlerinnen Irmgard Moll und Milena Kühnau, genau diese unbekannten Seiten der Dinge sichtbar zu machen. Ihre Ausstellung »SEHREISEN – Einladung ins Unbekannte« wurde am Sonntag im Homberger Schloss eröffnet.

Es sind ungewöhnlich freie Bilder, die Moll und Kühnau präsentieren. Man mag kaum glauben, dass sich die Künstlerinnen nicht abgesprochen haben, was ihre Bildauswahl anbelangt. Zwar gehen beide ihren ganz eigenen Weg, um bekannte Motive zu entfremden und ansonsten Unsichtbares sichtbar zu machen. Doch so verschieden ihr fotografischer Ausdruck auch ist, so gut harmonieren die Werke der beiden miteinander.

Auf Kühnaus Fotografien stechen besonders häufig geometrische Motive heraus. Darüber hinaus führt die eine oder andere Spiegelung den Betrachter zunächst in die Irre. »Sind das Bäume?«, hörte man die Besucher am Sonntag daher häufiger fragen, als sie vor der Bildserie »Spiegelwald I-IV« standen. Auch Molls Bilder laden zu einem zweiten Hinsehen ein. Durch das Bewegen der Kamera während der Belichtung erzeugt die Fotografin ganz neue Bildeindrücke, hinter denen sich die gewohnten Motive oft nur noch erahnen lassen. Die Grenzlinie zwischen dem Konkreten und dem Abstrakten ist es dabei, die Moll fasziniert.

»Sehreisen« sei ein richtiger Meilenstein, sagte Markus Haumann, der Vorsitzende der Schlosspatrioten, zur Eröffnung der Ausstellung. Da die Räume im Schloss nicht geheizt werden, sind sie nur im Sommer ausstellungstauglich. Zudem musste das Landesamt für Denkmalpflege prüfen, ob unter den Tapeten noch alte Wandgemälde verborgen liegen. Erst nachdem dies ausgeschlossen war und es warm genug wurde, konnte die erste Ausstellung umgesetzt werden. Beim Herrichten der Räume hätten auch die Künstlerinnen mit Hand angelegt, erzählte Haumann. Auch Moll und Kühnau bedankten sich für die gute Zusammenarbeit. »Wir hatten viel Freude beim Vorbereiten dieser Ausstellung und hoffen, dass das Ergebnis Sie ebenfalls erfreut.« Schlossbesucher können bis Ende des Monats jeden Sonntag zu ihren ganz persönlichen »Sehreisen« aufbrechen, um, wie es die Künstlerinnen ausdrückten, »den eigenen Blick neu zu erleben«.

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