Erste Adresse im Städtchen

19. Dezember 2013, 16:38 Uhr
Ein umfangreiches Konzept für die Nutzung von Schloss und Außenlagen wurde jetzt vom Bürgermeister vorgestellt. (Foto: Archiv)

Wichtiges Ziel, das schon (fast) erreicht ist: das Schloss soll zur ersten Adresse für Kunst und Kultur werden. Und: Es soll den Bürgerinnen und Bürgern Platz für eigene Gestaltungsmöglichkeiten geben. Vorgesehen ist aber auch, dass Firmen dort eine repräsentative Adresse einrichten können. Homberg müsse im Wettbewerb etwas bieten und kann das laut Dören auch: »Mit der guten Luft, der Natur und dem Schloss.«

Bergfried modern wieder aufbauen?

Wie beschlossen wird die Stadt die Kosten für die Erstsicherung von Dach und Gefach übernehmen. Die Belebung des Schlosses mit Außenanlage übernehmen die Schlosspatrioten, die in der Sitzung mit über 30 Mitgliedern gut vertreten waren. Der wirtschaftliche Ertrag soll durch Gastronomie und Tourismus gefördert werden. Daneben möchte man europäische Fördergelder beantragen. Dören stellte dann einzelne Bereiche und mögliche Nutzung vor. Das Außengelände wird von der »Kinowiese« geprägt, dem Garten mit Streubobstwiese, Torhaus und »Wildnis« und einem naturbelassenen Rundweg sowie der 1000 Jahre alten Linde. Das Torhaus könnte als Gästehaus hergerichtet werden. Dort könnten Künstler wohnen, die der Stadt ein Kunstwerk überlassen »und wir könnten auch mal einen Stadtschreiber einladen,« schlug Dören vor. Das Innengelände soll Veranstaltungsort für Theater, Konzerte und Feiern aller Art sein. Dort ist eine Bühne vorgesehen, die auch überdacht werden könnte. Daneben gibt es noch Bereiche für einen Freisitz, einen Biergarten, einen mittelalterlichen Spielplatz, den Marstall und das Weindorf – alles attraktive Möglichkeiten nicht nur für Hochzeitsfeiern.

Der einst von den Schweden gesprengte Bergfried könnte als Aussichtsturm in moderner Form wieder an der alten Stelle entstehen. Die Finanzierung stellt man sich über Sponsoren vor. Das Haupthaus beherbergt den imposanten Gewölbekeller, den man zum Wirtskeller umbauen könnte. Im Erdgeschoss wartet der Kaminsaal auf festliche Veranstaltungen, das Trauzimmer dort ist schon sehr beliebt. Auch könnte das vorhandene Café erweitert und eine professionelle Küche eingebaut werden. Aus Brandschutzgründen müsste die Treppe nach oben eingehaust werden, damit kein Rauch nach oben steigen kann. Weitere Räume könnten für Tagungen und Meetings vorgesehen werden, auch will man Firmen dort Büros anbieten. Die Firma Kamax hat bereits Interesse bekundet. Der Repräsentationsflügel im Obergeschoss könnte für Feste, Ausstellungen und ähnliches genutzt werden.

Festsäle und Kunst

Bei Scheune und Kapelle ist daran gedacht, vielleicht ein kleines Museum zum Thema Handwerk und Tiere einzurichten. Auch könnten Heimatvereine landwirtschaftliche Geräte ausstellen. Die Kapelle eigne sich für Maler und bildende Künstler. Das Zwischengeschoss soll im Original erhalten werden. Im zweiten Obergeschoss warten Festsäle, die man als solche nutzen könnte oder – so Dören – man würde das städtische Museum dorthin verlagern. An der Schau könnten sich dann auch die Oldtimerfreunde aus Dannenrod beteiligen. »Das jetzige Museum im alten Brauhaus könnte wieder ein lokales Brauhaus werden.«

Wieder Bier im Brauhaus?

Um einen barrierefreien Zugang zu Schloss und Stall zu ermöglichen, könnte eine Brücke den ersten Stock des Schlosses mit dem Festsaal verbinden. »Um Ängsten der Kritiker vorzubeugen, wird das Konzept in Schritten realisiert,« so der Bürgermeister. Was über Unterhaltungsarbeiten hinausgeht, solle möglichst über Sponsoren, Fördergelder, Spenden oder selbst erwirtschaftete Mittel gestaltet werden. Die Zeit sei nicht so wichtig, »bis zur Sanierung der Gebäude stehen die Außenanlagen und das vorhandene Ambiente im Vordergrund. « Nun müsse die Stadtverordnetenversammlung zeigen, dass sie das Engagement der Bürger würdigt, so Dören abschließend. Das Nutzungskonzept sei ein gemeinsames Werk von Verwaltung und vor allem der Schlosspatrioten. »Es ist für Veränderungen offen.«

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