Romrod

Flüchtlinge sollen später einziehen

28. September 2015, 10:19 Uhr

Wie Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg mitteilte, könnten demnächst rund 7000 Euro Kosten beim Straßenbau im Gewerbegebiet In der großen Au gespart werden. Durch die interkommunale Zusammenarbeit der Bauhöfe könne die Bauleitung durch einen Schwalmtaler Techniker erfolgen. Weiterhin teilte Richtberg mit, dass demnächst eine gespendete Tafel von der französischen Partnergemeinde La Coquille am neuen Städtepartnerschafts-Denkmal angebracht werden soll.

Zum Thema Flüchtlinge informierte die Bürgermeisterin, dass die Unterkunft im Ortsteil Zell vorerst nicht bezugsfertig gestellt werden könne. Der Einzug für die bis zu 47 Flüchtlinge verzögere sich, weil insbesondere noch Mängel beim Brandschutz des Gebäudes beseitigt werden müssten. Weitere Verzögerungen berichtete Richtberg auch bei der Umsetzung eines neuen Beschilderungskonzeptes im Stadtgebiet, da die Rückmeldungen dafür mau ausgefallen seien. Erfreut zeigte sich die Romröder Verwaltungschefin über die Festschreibung des Mehrgenerationenhaus im Bundeshaushalt. Bis ins Jahr 2019 sollen Fördermittel fließen, die auch für die Flüchtlingshilfe vorgesehen sind. Im Hinblick auf die einbrechenden Schülerzahlen an der Grundschule im Feldatal, informierte Richtberg, dass demnächst eine Verbundschule mit der Mittelpunktschule in Romrod entstehen könnte.
 
Einstimmig entschlossen sich die Romröder Parlamentarier für eine Unterstützung der Initiative des Fördervereins »Stab Division Schnelle Kräfte«. Diese sieht die Anbringung von Solidaritätsschleifen für die Einsatzkräfte der Bundeswehr an den Ortstafeln der Stadt Romrod vor. Die gelben Schleifen gibt es andernorts bereits seit zwei Jahrzehnten und gelten als Ausdruck für die Solidarität und Unterstützung von Soldaten der Bundeswehr im Auslandseinsatz.

Keine Beratungen erfolgten auf der Stadtverordnetenversammlung zum Seniorenprojekt »Leben und Wohnen im Alter«, da das Architekturbüro für eine Vorstellung nicht anwesend sein konnte. Das Thema soll nun am 5. Oktober im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden. Dort soll ebenfalls die Satzung zur Gründung des Gemeindeverwaltungsverbands mit den Kommunen Feldatal, Grebenau, Romrod und Schwalmtal diskutiert werden. Dazu ist auch eine gemeinsame Sitzung der vier kommunalen Hauptausschüsse am 6. Oktober im Feldataler Ortsteil Windhausen geplant. Die Satzung sieht 23 Paragraphen vor, die unter anderem die 40 Aufgabenbereiche des Verbands regeln. Dazu zählen unter anderem Gebührenkalkulationen, Friedhofsangelegenheiten, EDV-Administration oder die Feuerwehrverwaltung.

Die Beratung über die Errichtung einer Park & Ride-Anlage am Romröder Haltepunkt der Vogelsbergbahn wurde ebenfalls in die parlamentarischen Ausschüsse verwiesen. Die derzeitigen Magistratsplanungen sehen dazu ein Umbau des städtischen Grundstücks entlang der Straße am Bahnhof vor. Darin enthalten sind zwanzig Parkplätze, ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig, acht überdachte Fahrradstellplätze und fünf Fahrradboxen. Die Kosten werden derzeit auf maximal 100 000 Euro geschätzt, die zu 90 Prozent vom Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) gefördert werden sollen.

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