Ulrichstein

SPD setzt voll auf Heiko Müller bei der Bürgermeisterwahl

21. August 2011, 18:25 Uhr
Gratulationen nach der einstimmen Wahl erhielt Heiko Müller (Mitte) von Manfred Görig, Matthias Weitzel, Wolfgang Repp und Rüdiger Veit. (Foto: au)

Ulrichstein (au). Einstimmig wählten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins am Freitagabend ihren Vorsitzenden Heiko Müller zum Kandidaten für die am 6. November stattfindende Bürgermeisterwahl. Diese war erforderlich geworden, da Amtsinhaber Erwin Horst aus gesundheitlichen Gründen zum 30. Juni dieses Jahres ausgeschieden war. Bei seiner Vorstellung betonte Heiko Müller, der auch das Amt des Stadtverordnetenvorstehers innehat: »Ich bin ein Kind der Großgemeinde Ulrichstein, hier aufgewachsen, habe hier meine Freunde, der Großteil meiner Familie wohnt in der Großgemeinde und ich bin in den örtlichen Vereinen verankert. Um es einfach zu sagen, Ulrichstein ist meine Heimat.« Schwerpunkte setzte er auf Ärzteversorgung, Stärkung der Ortsteile und Feuerwehr.

In Ulrichstein fühle er sich wohl und er möge die Menschen, mit ihrer Nüchternheit, Bodenständigkeit »und manchmal auch mit ihrer Dickschädeligkeit,« so Müller. Für diese Menschen möchte ich als Bürgermeister in Ulrichstein arbeiten. Ich möchte dies, weil es mir Spaß bereitet, Dinge zu bewegen und zu gestalten. Ich möchte dies, weil es mir nicht egal ist, wie sich unsere Großgemeinde in den kommenden Jahren entwickeln wird.«

Bei der Vorstellung seines Wahlprogramms bezeichnete Müller die Bürgerbeteiligung als einen immer wichtiger werdenden Punkt der Politik. Dazu gehöre für ihn, eine frühe und verständliche Information der Bürgerinnen und Bürger, ohne Paragrafenwirrwarr, über zukünftige Entscheidungen und Veränderungen wie bei der zukünftig getrennten Abwassergebühr, Bürgerversammlungen oder die Verteilung von Informationsschriften bei wichtigen Entscheidungen, die die ganze Großgemeinde betreffen. Er warb für Gesprächsrunden vor Ort, wenn Stadteile von einer Entscheidung betroffen seien, möglich sind Fragebogenaktion wie im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau oder eine Unterschriftensammlung zur ärztlichen Versorgung. »Selbst wenn ich das Mitteilungsblatt oder das Internet in Form der Website der Stadt Ulrichstein oder das Versenden eines Newsletters zum Transportieren von Information nutze, beteilige ich die Bürgerinnen und Bürger« betonte der Bürgermeisterkandidat. Damit könne das Vertrauen in die Politik der politischen Gremien steigen.

Wchtige Punkte im Wahlprogramm seien die ärztliche Versorgung und die Sicherstellung des Brandschutzes. Es sei wichtig, dass eine gute ärztliche Versorgung wohnortnah gegeben ist. Weite Anfahrtswege in andere Kommunen seien für ältere Bürgerinnen und Bürger und besonders im Winter schwer zu bewältigen. Seit Frühjahr bestehe die Kommission »Ärztliche Versorgung«, deren Mitglied er sei, die Lösungen zur Verbesserung der jetzigen Situation erarbeite. »Diese Beratungen und Lösungsansätze werde ich als Bürgermeister fortführen beziehungsweise vorantreiben. Hierzu gehöre auch die Unterstützung der Ärzte bei der Suche nach passenden Räumlichkeiten. Und wenn es sein müsse auch der Bau eines Ärztehauses. Von den Ärzten vor Ort profitiert die Stadtapotheke, die eine der wenigen Stellen im Haushalt mit einem positiven Ergebnis.

Die Feuerwehr sei eine wichtige Organisation, zumal es einer Pflichtaufgabe jeder Kommune sei, den Brandschutz vor Ort sicher zu stellen. Ein kritischer Punkt in diesem Bereich sei die leider abnehmende Tageseinsatzstärke in allen Ortsteilen, so Heiko Müller weiter. Da müsse mit den Feuerwehrverantwortlichen nach Lösungen gesucht werden.

Es gebe viel ehrenamtlichen Einsatz in der Großgemeinde. Hierzu zähle er die Ortsbeiräte. »Sie sind im Grunde genommen der verlängere Arm des Magistrates und ich werde sie in den kommenden Wochen zu einem Gedankenaustausch einladen«. Heiko Müller ging sicherte den Vereinen eine verlässliche und angemessene Unterstützung zu, bei Bau- oder Investitionsmaßnahmen, die der Verbesserung der Vereinsarbeit dienten.

Als Ziel bezeichnete er, dass in allen Stadtteilen bedarfsgerechte Gemeinschaftshäuser zur Begegnung der Menschen dauerhaft erhalten werden. Neben der bedarfsgerechten Bereitstellung von öffentlich nutzbarem Raum sehe er die Erweiterung des Angebots, eine intensivere Nutzung der Räumlichkeiten, als ein wichtiges Standbein, um die Zukunft der Bürgerhäuser zu sichern. Aufgrund steigender Unterhaltungskosten müsse nach neuen Modellen der Bewirtschaftung gesucht werden.

Um in den Gemeinschjaftshäusern und anderen Einrichtungen der Stadt die Energiekosten zu senken, werde er eine Energie-Einspar-Offensive starten. Weitere Themen in seiner Vorstellung waren die Bereiche Kindergarten, Grundschule und Jugend sowie Tourismus und die Breitbandversorgung.

All diese Ziele seien auch nicht von heute auf morgen zu verwirklichen: »Wir sind auf der lokalen Ebene von Weichenstellungen abhängig, auf die wir keinen Einfluss haben. Ich bin bereit, die Herausforderung, Bürgermeister von Ulrichstein zu sein, anzunehmen. Ich freue mich auf diese Aufgabe!«

Gratulation von höchster Ebene gab es nach der Wahl. »Heiko Müller hat die besten Voraussetzung für die Bürgermeisterwahl in Ulrichstein«, betonte SPD-Bundestagsabgeordneter Rüdiger Veit. Müller habe Kommunalpolitik von der »Pike auf« gelernt und sei als Stadtverordnetenvorsteher Erster Bürger von Hessens Bergstädtchen. Auch SPD-Landtagsabgeordneter und Erster Kreisbeigeordneter Manfred Görig unterstrich dies. Die Abgeordneten bedauerten die Umstände die zur Neuwahl geführt hätten und wünschten dem ausgeschiedenen Stadtoberhaupt Erwin Horst eine baldige Genesung. Ulrichstein habe unter seiner Leitung eine Vorbildfunktion in Sachen Windenergie erreicht. Matthias Weitzel fügte als Bürgermeister von Mücke hinzu, dass die nachbarschaftlichen Beziehung zwischen Ulrichstein und Mücke klappten. Er hoffte, dass dies mit Heiko Müller weiter geführt werden könne.

Dank der Gratulanten ging auch an den 1. Stadtrat Werner Funk für die vorbildliche Führung der Amtsgeschäfte seit Beginn der Erkrankung von Bürgermeister Horst.

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