Ein Geben und Nehmen

27. November 2017, 19:23 Uhr
Lesestoff holen, Bücher von zu Hause einstellen, das ist auf dem Stadtplatz am Nidder-Forum möglich. Zur Eröffnung des Bücherschranks sind (v. l.) Hermann Köck (Sparkasse Hanau), Raphael Jung (Stadtbücherei), Corinna Wagner (Stadtverwaltung), Bernd Knüttel und Julia Weiser (Kreiswerke Main-Kinzig) und Bürgermeister Gerhard Schultheiß gekommen.

Der neue Stadtplatz am Nidder Forum nimmt immer mehr Gestalt an. Dazu gehört nun auch ein Bücherschrank, den Bürgermeister Gerhard Schultheiß kürzlich eröffnete.

In vielen hessischen Städten und Gemeinden gehören öffentliche Bücherschränke zum Stadtbild. Auch in Nidderau hat man mit einer derartigen Einrichtung im Foyer des Schwimmbades erste gute Erfahrungen sammeln können. Die Idee mit einen öffentlichen Bücherschrank dem noch nicht ganz fertigen Stadtplatz ein wenig mehr Leben einzuhauchen, hatte der neue Leiter der Stadtbücherei Raphael Jung. Er übernimmt auch die Patenschaft für den Bücherschrank und wird regelmäßig ein Auge auf die neue Bücherausleihe werfen. Die Stadtoberen waren schnell überzeugt. Nachdem sich Sponsoren gefunden hatten, die das rund 9000 Euro teure Vorhaben mittragen, gab es grünes Licht für das Projekt.

Bücher gehören niemandem

Was ist ein öffentlicher Bücherschrank? Der Schrank gehört niemandem speziell, sondern der Allgemeinheit. Und genauso wie der Schrank niemanden gehört, trifft dies auch für die Bücher zu. Rund um die Uhr kann jeder jederzeit ein Buch herausnehmen und zum Lesen mit nach Hause nehmen. Es können aber auch Bücher, für die zu Hause vielleicht der notwendige Platz fehlt oder die nicht mehr gebraucht werden, in den öffentlichen Bücherschrank hineingestellt werden. »Möglicherweise beschleicht einen bei der ersten Ausleihe ein seltsames Gefühl, wenn man vor einem Schrank steht, der niemandem gehört und man ein Buch herausnehmen darf, das ebenfalls niemandem gehört. Aber genauso ist es erwünscht«, erklärt Jung. Für ihn ist die Literatur eines der höchsten Güter der Menschheit und müsse deshalb sorgfältig gepflegt und umsorgt werden. Auch für Bürgermeister Schultheiß hat das Buch einen hohen Stellenwert: »Das zeigt allein die Tatsache, dass wir regelmäßig eine bereits über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Buchmesse in unserer Stadt ausrichten«. Deshalb begrüßt er, dass für die Ausleihe keine ausgediente Telefonzelle, sondern ein moderner und der Umgebung farblich angepasster »Schrank« gewählt wurde. Auch für ihn gehören die Bücher in die Hand der Bürger und deshalb sei der Platz so ideal, weil im Sommer sich so jeder ein Buch aus dem Schrank holen könne und auf dem Platz in einem der Cafés verweilen könne. Zum Auftakt stellte Jung aus dem Fundus der Stadtbücherei die ersten 100 Bücher ein, Eine Etage in dem Schrank ist sogar für Kinder vorgesehen. »Ich hoffe, dass die Bürger davon Gebrauch machen«, wünscht sich Jung. Der Schrank ermögliche das kostenlose Austauschen, Ausleihen und Verschenken von Literatur rund um die Uhr. Ob die Bücher später wieder zurückgebracht werden, oder aber durch andere ausgetauscht werden, bleibe jedem selber überlassen.

Mit von der Partie, jedenfalls was die Finanzierung des öffentlichen Bücherschranks betrifft, sind die Sparkasse Hanau und die Kreiswerke Main-Kinzig. (Foto: jwn)

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