Syrien anders kennenlernen

13. November 2017, 20:15 Uhr
Im Gespräch mit Yasser Warak und Ayham Albahesh entwickeln die Nidderauer Schüler Einblicke in ein anderes Syrien jenseits der Bürgerkriegsbilder im Fernsehen. (Foto: pv)

Einen Blick über den Tellerrand wagten kürzlich die Mädchen und Jungen der Klasse 7b der Bertha-von-Suttner-Schule. An einem Vormittag befassten sie sich in einem transkulturellen Workshop mit dem Thema »Gesellschaft und Medien im Nahen Osten«.

Dazu hatte Klassenlehrerin Karin Braun zwei junge Syrer in die Schule eingeladen. Sie vermittelten den Schülerinnen und Schülern ihr persönlich erlebtes Bild von einem Land, das hier überwiegend als bedrohlicher und stetig flackernder Brandherd wahrgenommen wird. Die beiden Studenten Yasser Warak und Ayham Albahesh kamen als Botschafter für globale Bildung vom »Perspektivwerk«, einem Programm der Stiftung Mercator. Ziel des Angebots ist es, wie es in einer Mitteilung der Schule heißt, durch internationale Begegnungen die Kompetenz von Jugendlichen in Fragen des politischen Weltgeschehens zu fördern.

Informationen hinterfragen

In der Klasse 7b konfrontierten die Workshop-Leiter die Schülerinnen und Schüler zunächst mit den gängigen Fernsehbildern aus ihrem Heimatland und setzten anschließend ihre persönlichen Fotos und Erlebnisse von Kindheit und Schule, Freizeit und Familie in Syrien dagegen. Die damit eröffnete Frage- und Diskussionsrunde ließ bei den Mädchen und Jungen schnell die Erkenntnis reifen, dass Informationen aus den Medien nicht fraglos zu übernehmen sind. Umgesetzt wurde das Erlernte in einer anschließenden Produktionsphase, in der die Jugendlichen in Kleingruppen ein Bild vom Nahen Osten gestalteten, das deutlich differenzierter ausfiel als das von den Medien vermittelte, von Krieg und Zerstörung bestimmte Image: Den beiden syrischen Studenten gelang es, den Siebtklässlern zu zeigen, dass ungeachtet von Not und Elend weiterhin starke Kräfte die jahrhundertealte Kultur pflegten. Diese Menschen seien sich der Macht von Bildung und gesellschaftspolitischer Aufklärung bewusst. Da man eher wertschätzen kann, was man kennt, habe die Begegnung für die Schülerinnen und Schüler der 7b einen kurzen, aber sicherlich nachhaltigen Einblick in eine jetzt nicht mehr ganz so ferne Welt mit nicht mehr ganz so fremden Menschen in Syrien geboten.

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