Auf den Leib geschrieben

03. Januar 2018, 20:23 Uhr
Das Berstädter Blasorchester beherrscht klassische ebenso wie Filmmusik. (Foto: pv)

Das Blasorchester des TV Berstadt hatte nach 2011 nun erneut zum weihnachtlichen Konzert in die Kirche eingeladen. Die Musiker und ihr Dirigent Josef Retter stimmten die Besucher aus nah und fern gekonnt aufs Fest ein. Bevor Pfarrerin Kerstin Tonn und Andrea Stüber, Fachwartin Musik des Turnvereins, die Gäste begrüßten, eröffnete das Orchester mit »Festive Fanfare for the Holidays« von Georg Friedrich Händel den Abend.

Fortgesetzt wurde das Programm mit »Cinderellas Dance«, der Titelmelodie aus dem Klassiker »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«, weiter ging es mit »Paraphrase aus Judas Maccabaeus«. Hinter diesem hochtrabenden Titel versteckt sich ein Arrangement, das die Melodie »Tochter Zion« in vielerlei Variationen aufgreift.

Santra Knöll-Musch ergänzte das Programm mit einer in verschiedene Abschnitte aufgeteilten Weihnachtsgeschichte, die zum einen lustig und unterhaltsam war, zum anderen aber auch ernst und nachdenklich stimmte. Die Passagen trug sie als Auflockerung zwischen den Musikstücken vor.

Nun machte das Orchester einen Abstecher nach Spanien und gab eine fetzige Version von »Feliz Navidad« zum Besten, bevor es mit dem Ohrwurm »Highland Cathedral« nach Schottland ging. Bei »Old English Tunes and Airs« kamen die Freunde der Trompete zum Zug, denn bei diesen barocken Stücken steht der Trompetensatz im Mittelpunkt. Anschließend erfreute das Orchester die Zuhörer mit der schmelzenden Melodie der »Elisabeth Serenade«.

Darauf folgte mit »An die Freude« ein Werk von Ludwig van Beethoven, jedem bekannt als die Europahymne, bevor mit »Winter Wonderland« und »Fairytale of New York« zwei englische Weihnachtslieder auf dem Programm standen. »Bei dem Volkslied »Der Mond ist aufgegangen« wurde die Melodie zunächst als breit gesetzter Choral dargeboten und anschließend in einer verspielt-eleganten Variation. Mit der Filmmusik »Game of Thrones« erinnerte das Orchester an das große Showkonzert »Pop meets classic«, denn es führte dieses monumentale Werk nach dem großen Festzelt im Sommer nun in der Berstädter Kirche auf.

Raffiniertes Hörvergnügen

Publikumsliebling des Konzerts, den man an der Intensität des Applauses ablesen konnte, war ein Mix aus Händels »Halleluja« und dem Weihnachtslied »Jingle Bells«. In der Anmoderation von Andrea Stüber wurde das Stück folgendermaßen erklärt: »Stellen Sie sich vor, Herr Retter hat die Noten der beiden Stücke durcheinandergeworfen.« Dieses »Durcheinander«, das Retter den Musikern auf den Leib geschrieben hatte, hatte in einer augenzwinkernden Bearbeitung ein raffiniertes Hörvergnügen zur Folge.

Mit dem Weihnachtsliedmedley »Denn es weihnachtet sehr« war das Programm offiziell zu Ende. Nach tosendem Applaus und Standing Ovations wurde das Orchester aber nicht eher aus der Kirche entlassen, bis es noch eine Zugabe zum Besten gegeben hatte. Mit der »Petersburger Schlittenfahrt« ging ein erfolgreiches, unterhaltsames, stimmungsvolles und festliches Konzert zu Ende.

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