Wer baut?

Eine neue Sport- und Kulturhalle für alle

Ober-Mörlen braucht eine neue Halle. Darin sind sich seit vielen Jahren fast alle einig. Eine Sport- und Kulturhalle soll es werden.Wie die aussehen soll, ist aber noch unklar.
26. Dezember 2017, 10:00 Uhr

Von Sabrina Dämon , 2 Kommentare
Das Baugebiet für die neue Sport- und Kulturhalle liegt am Ortseingang von Ober-Mörlen in Richtung Nieder-Mörlen. (Archivfoto: hau)

Am Ortseingang aus Richtung Nieder-Mörlen kommend soll sie stehen – gegenüber des Kappelchens. Nur: Wer sie dort hinstellen soll (die Gemeinde selbst oder ein Investor), darüber wird noch eifrig diskutiert. Vor allem jetzt, drei Monate vor der Bürgermeisterwahl, äußern sich einige Fraktionen zu dem Thema. So sind nun, knapp drei Wochen nach der Ausschussitzung, in der das Thema ausführlich diskutiert und eine Investorenlösung (plus Anmietung durch die Gemeinde) mehrheitlich abgelehnt worden ist (mit den Stimmen von SPD, Grüne und FWG), drei Pressemitteilungen veröffentlicht worden. CDU, SPD und FWG stellen darin ihre Ansichten dar.

In der Mitteilung der Christdemokraten heißt es: Die Christdemokraten hätten bisher drei Ziele verfolgt: Erstens müsse die neue Halle den Vereinen verbesserte Bedingungen bieten.

 

Hallenbau – »Chefsache«

 

Zweitens müsse der Bau wirtschaftlich darstellbar sein. »In Abstimmung mit den Vereinen soll festgelegt werden, welche Funktionen die Halle unbedingt bieten muss und was die Vereine nicht benötigen«, sagt CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Matthias Heil.

Drittens sei die CDU auch bei der Frage der Finanzierung noch nicht festgelegt. »Wir haben immer gesagt, dass bei der Finanzierung alle Möglichkeiten geprüft werden müssen. Dabei haben wir im Gegensatz zu anderen Parteien auch ein Investorenmodell nicht von vornherein ausgeschlossen. Aber auch ein Bau in Eigenregie ist für uns möglich.« Zwar habe ein Investorenmodell den Charme, dass die eigene Gemeindeverwaltung entlastet würde, aber: »Wenn wir selbst bauen, werde ich als Bürgermeister die Baumaßnahme zur Chefsache machen.« Und, sagt Heil: »Ich verfüge über zehn Jahre Erfahrung bei der Koordination von millionenschweren Sonderbauten. Diese Erfahrung werde ich gerne in das Bürgermeisteramt einfließen lassen und dafür einstehen, dass die Vereine bald eine neue Halle bekommen.«

 

»Herr im eigenen Haus« sein

 

Dass die Gemeinde die Halle selbst baut, ist die von der SPD und deren Bürgermeisterkandidatin Kristina Paulenz favorisierte Lösung. In einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten heißt es, dass Investorenmodelle »sehr kritisch« zu bewerten seien. »Wir werden das Modell ›Gemeinde plant und baut die neue Halle selbst‹ bevorzugen«, sagt Achim Glockengießer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Bauausschuss, für seine Fraktion. Kristina Paulenz ergänzt: »Ich war immer der Meinung, dass man für die Gemeinde Mehrwert schaffen soll. Und bevor die Kommune bei einem Mietmodell an einen Investor zahlt, können wir auch an die Bank zahlen, Kommunen kriegen zurzeit niedrige Zinsen.« Was die Hallengestaltung angeht, spricht sich Paulenz für ein »2-in-1-Modell«aus, »eine Halle, die durch eine Mauer in zwei Teile getrennt ist, aber einen gemeinsamen Eingangsbereich hat« – so könnten die Sportvereine auf der einen, die Kulturvereine auf der anderen Seite ungestört ihren Aktivitäten nachkommen, ohne einander einzuschränken.

 

FWG lehnt Einhallenlösung ab

 

Auch die Freien Wähler melden sich zum Thema Halle in einer Pressemitteilung zu Wort: »Aus unseren Plänen haben wir nie ein Geheimnis gemacht. Wir haben schon vor 15 Jahren ein Sport- und Kulturzentrum beantragt, welches durch zwei Räume oder zwei Hallen den seit Jahrzehnten bestehenden Konflikt Sport oder Fastnacht im Winter auflöst«, heißt es darin. Und: Die Gemeinde bräuchte eine Halle, die Raum für Sport und Kultur das ganze Jahr über biete. Eine Einhallenlösung lehnt die FWG ab.

Info

Die drei Varianten

Eine Halle soll es geben, nur wie soll der Bau umgesetzt werden? Bisher waren drei Varianten im Gespräch. Variante Eigenregie: Die Gemeinde plant und baut die Halle selbst.

Variante bauen lassen: Die Gemeinde lässt die Halle von einem Investor bauen, kauft sie dann aber wieder zurück.

Variante mieten: Die Gemeinde lässt das Projekt durch einen Dritten bauen und mietet die Halle später von diesem.

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