Fitness-Parcours

Freizeitgelände in Heldenbergen fast fertig

Das Freizeitgelände neben der Umgehungsstraße von Nidderau-Heldenbergen nimmt Gestalt an. Es gibt dort Fitness-Geräte für alle Altersgruppen. Offizielle Eröffnung soll im Frühjahr sein.
03. Dezember 2017, 12:00 Uhr
Noch sind die Geräte auf dem neuen Freizeitgelände in Heldenbergen nicht freigegeben. (Foto: jwn)

Die Arbeiten am neuen Freizeitareal nahe der Umgehungsstraße in Heldenbergen seien im Zeitplan, war vor Kurzem einer Erklärung aus dem Rathaus zu entnehmen. Der Einweihung im nächsten Frühjahr stehe nichts Wege. Eigentlich sollte das Areal bereits in diesem Herbst der Öffentlichkeit übergeben werden. Doch dann habe das Wetter nicht mitgespielt, lautet die offizielle Erklärung.

»Alles Quatsch«, meint eine Anwohnerin, die täglich mit ihrem Hund über die Baustelle geht. Es habe sehr viele Tage gegeben, da sei auch bei schönstem Wetter kein Bauarbeiter zu sehen gewesen. Sie habe Mitarbeiter des Gartenbaubetriebes darauf angesprochen und zur Antwort erhalten, dass die Firma nicht nur eine Baustelle habe. Dann aber lobte die Anwohnerin, die von ihren Nachbarn nicht als Nörglerin angesehen werden möchte und deshalb anonym bleiben will, die Anlage. »Es sind wirklich tolle Ideen dabei und vor allem auch Geräte für Erwachsene«, zeigt sie sich angetan. Einige Geräte habe sie schon ausprobiert, obwohl alle noch eingezäunt sind und Schilder das Betreten der Bereiche untersagen.

Zwei neue Bauhofmitarbeiter

Auch Kinder haben längst Besitz von der Anlage genommen. Sie stört es nicht, dass zwischen den Geräten das Erdreich noch nicht eingeebnet und begrünt ist. Immerhin sind die Hauptwege asphaltiert und die Ruhebänke aus Edelstahl stehen. Ins Auge sticht neben den vielen Spielgeräten vor allem das saftige Grün des Rasenplatzes und auch die Sandfläche für den Bouleplatz. Fertig sind der Bolzplatz, das Basketballfeld, das Federballfeld sowie die Spielbereiche für Kleinkinder mit Nestschaukel, Wipptieren, Spielhaus und Spielsand. Für die älteren Kinder stehen eine Doppelschaukel, ein Seilparcours und ein Drehseilkarussell bereit. Erste Spuren auf dem Boden deuten an, dass das interaktive Rollstuhlkarussell, das auch Behinderte benutzen können, schon vorzeitig in Betrieb genommen wurde.

Beutel und Behälter für Hundekot

Schließlich sind die ersten Beutelbehälter für die Hinterlassenschaften von Vierbeinern aufgestellt. Eine teure freiwillige Leistung der Stadt, denn allein im vergangenen Jahr hat sie 300 000 Beutel in die dafür vorgesehenen Behälter im Stadtgebiet verteilt.

Rund 900 000 Euro wird die Stadt für die Anlage ausgeben, wobei allein die archäologischen Arbeiten 40 000 Euro verschlungen haben. »Hier im Zentrum ist so viel gebaut worden, dass man deshalb nun auch an die Freizeitgestaltung für die Bürger denken muss. Das ist kein Prestigeprojekt der Stadt, sondern gehört einfach zur Attraktivität der Neuen Mitte und zur Lebensqualität dazu«, rechtfertigt Bürgermeister Gerhard Schultheiß die Kosten. Die seien komplett über den Verkauf von Grundstücken im Gebiet Allee-Süd IV finanziert worden.

Sorge vor zu viel Autoverkehr

So sehr sich die Anwohner über die neue Anlage freuen, so sehen doch einige mit Sorge der Einweihung entgegen. Vor allem die Anwohner der parallel zu dem 35 000 Quadratmeter großen Freizeitareal verlaufenden Alexandra-Harder-Straße befürchten ein Verkehrschaos auf ihren engen Anliegerstraßen, wenn Mütter mit ihren Kindern nicht zu Fuß, sondern mit dem Auto kommen. »Das werden wir beobachten, hoffen aber erst einmal, dass die Menschen ein Einsehen haben und nicht alle mit dem Auto kommen«, gibt sich Schultheiß zuversichtlich. Bevor die Anlage eröffnet werden kann, ist noch viel zu tun. Neben den Planierarbeiten müssen Büsche und Bäume gepflanzt und die Rasensaat ausgebracht werden. Dies geschieht durch eine Fachfirma. Die spätere Pflege der Grünanlagen und der Spiel- und Sportgeräte übernimmt der städtische Bauhof, der um zwei Mitarbeiter aufgestockt wird.

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