Bilanz 2017

Hochwaldkrankenhaus: Neuer Rekord bei Geburten

1013 Babys sind im vergangenen Jahr im Bad Nauheimer Hochwaldkrankenhaus zur Welt gekommen. Nach Angaben von Chefarzt Dr. Ulrich Groh ist das ein neuer Rekord.
02. Januar 2018, 15:00 Uhr
Ganz gelassen trotz Blitzlicht: Zeynap Yücesan auf dem Arm von Mutter Esra, Vater Gökay und Großmutter Sideka Köseoglu schauen erfreut zu. (Foto: pv)

Zeynap Yücesan bleibt ganz cool, während ihre stolzen Eltern geduldig Auskunft geben. Seit kurz nach 2 Uhr am Donnerstagmorgen hat die junge Dame die Ehre, bei der 1000. Geburt des Jahres 2017 im Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim zur Welt gekommen zu sein. Nicht nur für die Eltern war die glückliche Ankunft ihres dritten Kindes ein Grund zur Freude, sondern für das ganze Team der geburtshilflichen Abteilung der Frauenklinik: 1000 Geburten in einem Jahr gab es in der mehr als 80-jährigen Geschichte des Krankenhauses bisher ein einziges Mal, im Jahr 2000 mit 1006 Geburten.

Nun ist dieser Rekord gefallen. Inklusive zwei Neugeborenen am Silvestertag endete 2017 in der Frauenklinik mit 1013 Geburten. 2016 wurden exakt 1000 Neugeborene gezählt, darunter aber sechs Zwillingspärchen und dementsprechend »nur« 994 Geburten. 2018 lässt sich ebenfalls gut an: Das erste Baby des neuen Jahres kam um kurz nach drei Uhr zur Welt.

Von Brüdern sehnsüchtig erwartet

Da Vater Gökay (45), Deutscher mit türkischen Wurzeln und als Gastbrückenfahrer bei Fraport beschäftigt, und ihre Mutter Esra (35) vor drei Monaten von der Mietwohnung in Bad Vilbel in ein eigenes Haus in der Wetterau umgezogen sind, ist Zeynap nun Weckesheimer Neubürgerin. Im neuen Zuhause sehnsüchtig erwartet wird sie von ihren großen Brüdern.

Der älteste Sohn ist bereits 16 Jahre alt und hat gerade eine Friseurlehre angetreten, weshalb er nur für fünf Minuten im Krankenhaus vorbeischauen konnte (»Er ruft ständig an und fragt, wie es uns geht«, berichtet die Mutter lachend), der jüngere ist zwölf. Versorgt werden sie zurzeit auch von Oma Sideka Köseoglu, die für einige Wochen aus der Türkei angereist ist.

Weniger Kaiserschnitte

Den kontinuierlichen Anstieg der Geburtenzahlen in den letzten Jahren nach einem zwischenzeitlichen starken Rückgang wertet Chefarzt Dr. Ulrich Groh als Ergebnis der inhaltlichen Ausrichtung der geburtshilflichen Abteilung. Mit der Zertifizierung als babyfreundliches Krankenhaus durch Unicef und die Weltgesundheitsorganisation WHO habe man sich bewusst für eine moderne, familienzugewandte Geburtshilfe entschieden, die auf eine enge Bindung des Neugeborenen an Mutter und Vater von Anfang an setze.

Eine freundliche Atmosphäre, intensive Betreuung und die gute Beratung durch das ganze Team hätten auch dazu geführt, dass die Kaiserschnittraten inzwischen wieder sänken und mit 28 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt (33 Prozent) lägen, so Groh weiter. Eine natürliche Geburt sei – Gesundheit und entsprechende Vitalwerte vorausgesetzt – für Mutter und Kind eine wichtige Erfahrung.

Kein Hebammenmangel

Seit der Öffnung des Hebammen-Kreißsaals sei das Hochwaldkrankenhaus vom Hebammenmangel nicht mehr betroffen. »Das Interesse von Hebammen ist groß, sich hier engagiert einzubringen, und die Kooperation mit der Fachhochschule Fulda tut ein Übriges«, berichtete der Chefarzt. Immer – auch nachts – seien zwei Hebammen im Dienst. Groh: »Die Geburt ist ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie. Wir möchten Eltern und Kind dabei bestmöglich begleiten.«

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