Boden weggebrochen

Mysteriöses Loch auf dem Elvis-Presley-Platz in Friedberg

Plötzlich war der Boden weg: Auf dem Friedberger Elvis-Presley-Platz klafft ein Loch im Pflaster. Der Grund ist unklar, dürfte aber tief in der Vergangenheit liegen.
28. Dezember 2017, 12:23 Uhr
Das mysteriöse Loch auf dem Elvis-Presley-Platz: Vielleicht steckt ein nicht verzeichneter Gewölbekeller dahinter. Mit der Sanierung des Platzes habe es jedenfalls nichts zu tun, sagt Tobias Kolckhorst. (Foto: Wagner)

Um 3.06 Uhr wurde die Polizei informiert. Was war geschehen? Ein Anlieferer war vor der Metzgerei Engel unterwegs, als das Betonsteinpflaster wegsackte. Laut Polizei entstand ein 1,50 x 1,50 x 1,50 Meter großes Loch. Die Feuerwehr sperrte den Bereich weiträumig ab, Bauhof und der Energieversorger Ovag wurden verständigt. Laut Stadtbrandinspektor Michael Stotz war die Friedberger Kernstadt-Feuerwehr mit zwölf Einsatzkräften vor Ort.

+++Hier geht es zum Folge-Artikel über das mysteriöse Loch+++

Der Fahrer habe gerade noch zurücksetzen können, so dass nichts Schlimmeres passiert sei, sagte Tobias Kolckhorst vom städtischen Liegenschaftsamt. Er könne sich nicht erklären, wie es zu dem Einsturz gekommen sei, mit der Sanierung des Elvis-Presley-Platzes vor drei Jahren habe der Vorfall aber nichts zu tun. Damals seien alle Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert worden. Bei Fällen wie denen in der Nacht auf Donnerstag sei meistens von einem undichten Hausanschluss auszugehen. Das jedoch könne man ausschließen, sagte Kolckhorst. Die tiefste Stelle sei eigentlich der Kanal, doch der sei in Ordnung. Nach dem Einsturz habe man mit einer Kamera den Kanal kontrolliert und schnell festgestellt, dass alles okay sei.

Wir können es nur auf Zeiten zurückführen, in denen wir alle noch nicht gelebt haben

Tobias Kolckhorst

 

Die Ursache liege tiefer, er wisse nur nicht wo. »Wir können es nur auf Zeiten zurückführen, in denen wir alle noch nicht gelebt haben.« Möglicherweise befinde sich an der Stelle ein nicht verzeichneter Gewölbekeller. Aber: »Wir tappen im Dunkeln.« Und zwischen den Jahren sei es schwer, jemanden zu bekommen, der die Ursache erkunden könne, sagte Kolckhorst.

Womöglich könnte sich das Loch auf den Markt insofern auswirken, dass Stände vielleicht an einer anderen Stelle stehen werden oder der Markt verkleinert werden muss. Die Situation mit dem Loch werde beobachtet, sagte Kolckhorst – »wenn sich was verändert, passen wir die Absperrung an«.

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