Zwei Wochen auf Eier gewartet

03. Dezember 2017, 20:17 Uhr
Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler (l.) mit Sabine Gönert und Helmut Keller im Hofladen »Kleeblatt«. (Foto: prw)

Wochenlang war der Skandal rund um das Insektizid Fibronil Thema bei vielen Bürgern. Bei den Direktvermarktern der Region stieg die Nachfrage nach Eiern sprunghaft an, so auch beim Biobauernhof Domäne Konradsdorf. Mittlerweile normalisiert sich die Nachfrage wieder. Dies erfuhr Erster Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler bei einem Besuch vor Ort. Zwei Wochen Wartezeit für frische Eier mussten die Kunden des Hofladens von Sabine Gönert und Tim Keller zum Höhepunkt des Skandals einplanen.

»Wir haben darauf reagiert, indem wir zu unseren 200 Hühnern weitere 80 Hühner erworben haben«, erläuterte Helmut Keller, Vater von Tim Keller und Inhaber der Domäne Konradsdorf. Mittlerweile habe sich die Nachfrage wieder normalisiert, Eier bekommen die Kunden nun auch wieder ohne Vorbestellung im Hofladen oder als Selbstbedienung direkt am Hofeingang im »Eierhaus«.

Seit 1992 pachtet Helmut Keller den Hof Domäne Konradsdorf, dessen Ursprünge bis ins frühe Mittelalter zurückreichen. Von den historischen Gebäuden finden sich noch immer Spuren im Boden, die ältesten erhaltenen Gebäude sind über 200 Jahre alt. Das Areal steht unter Ensemble-Schutz, einige der Gebäude unter Denkmalschutz.

Bewirtschaftet wird der Hof von der ganzen Familie, vier Familienmitglieder arbeiten Vollzeit, einige Teilzeit auf dem Hof. Hilfe erhalten sie von zwei Angestellten, Azubis und Praktikanten. Angebaut und produziert wird nach Bioland-Standard. Der Schwerpunkt ist die Milchviehhaltung. Dazu kommen Legehühner und Hähnchen im Mobilstall.

Tagsüber auf der Weide

Wie es sich für einen Bio-Hof gehört, sind die Kühe nicht nur im 1999 bezogenen Außenklimastall untergebracht, sondern halten sich tagsüber in den Nidderauen auf der Weide auf. Drei Personen sind nötig, um die Kühe zum Melken von der Weide zu holen. Die Mütterkühe und Kälber werden in einem eigenen Stall gehalten, die Bullenkälber verkauft. Zugefüttert werden die Tiere nur mit im Betrieb selbsthergestellten Futter. Der Hof ist einer der wenigen Betriebe, die seit langer Zeit ökologisch anbauen. »Damit hat er einen Vorbildcharakter«, sagte Weckler.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Eier
  • Insektizide
  • Jan Weckler
  • Ortenberg
  • Redaktion
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 x 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.