Ortsrundgang

Von Zäunen und maroden Toiletten

Es stinkt aus den Toiletten im Vereinshaus des KSV Kloppenheim. Die Sanierung der WCs war nur ein Thema beim Rundgang mit Bürgermeister Guido Rahn und dem Ortsbeirat.
21. März 2017, 14:00 Uhr
Bürgermeister Guido Rahn (Mitte) und Ortsvorsteherin Marita Scheurich hören sich die Wünsche der Kloppenheimer während des Ortsrundgangs an. (Foto: cf)

Viele Kloppenheimer hatten Interesse am Rundgang durch den Ort mit Bürgermeister Guido Rahn und Ortsvorsteherin Marita Scheurich (beide CDU). Fast 40 Interessierte kamen am Samstagvormittag mit zu der Tour. »In diesem Jahr haben wir 150 000 Euro für Investitionen in Kloppenheim im Etat eingestellt«, erklärte Rahn. Es sei Sache des Ortsbeirates, eine Prioritätenliste zu erstellen, wofür das Geld verwendet werden soll. Schnell wurden Vorschläge gemacht: Mehrere Mütter wünschen sich die Verlängerung des Gehweges an der Straße Am Hang bis zur Kindertagesstätte. Vor allem, weil der Parkplatz, der geschottert werden soll, viel genutzt wird, komme es zur Rush-Hour morgens und nachmittags in der Kurve durch über den Gehweg fahrende Autos oft zu brenzligen Situationen. Rahn berichtete, dass auf dem Gelände der Kleingärten ab 2018 ein Baugebiet und weitere Parkplätze für den Sportplatz vorgesehen sind. Deshalb sei sieben Pächtern gekündigt worden. Auf dem Gelände plane die Wohnbaugesellschaft den Bau eines Hauses mit sechs Wohnungen oder von zwei Häusern mit acht bis zehn Wohneinheiten.


Sanierungsbedarf beim KSV

Das Gelände des KSV Kloppenheim soll mit einem höheren Zaun eingefriedet werden. Sanierungsbedürftig seien die Toiletten im Vereinshaus des KSV. »Sie stinken zum Himmel«, beschwerten sich die Sportler. Bei beiden Toiletten fehle ein Geruchsverschluss. »Das ist ekelhaft und peinlich, wenn Sportler aus anderen Vereinen zu uns kommen. Es sind nicht nur zu wenige Toiletten, sondern sie sind nicht zumutbar«, sagt Silke Momberger. »Es ist kein Wunder, dass bei solchen Zuständen die Mitgliederzahlen in den Vereinen rückläufig sind«, fügt Silvia Benkmann hinzu. »Wir kämpfen schon jahrelang dafür, dass hier investiert wird. Nicht nur die Kapazität der Toiletten ist für 400 Fußballer, 25 Turnerinnen und 60 Judokas bereits ohne Gastsportler und Zuschauer viel zu klein. Vor allem Behinderte mit Rollstühlen oder Besucher mit Rollatoren kommen erst gar nicht zu den Toiletten«, sagte der ehemalige Vorsitzende Peter Gareis. »Der Ortsbeirat muss eine Eingabe bei der Stadt Karben machen, die Toiletten haben Priorität«, forderte Vorsitzender Mathias Weber.

Ein Parkplatzkonzept für die Rhönstraße wünschen sich die Anlieger. Eine Bürgerin wünscht sich die Verrohrung des Gehringsgrabens und der Anlage eines Fußweges darüber. »Dieser Vorschlag ist vom Tisch, die Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises ist dagegen«, erklärte Rahn.


Fehlende Parkplätze und Raser

Ortsbeiratsmitglied Helge Gottschalk wünscht sich vom Petterweiler Bauherr Thomas Gubitzer eine angepasste Bebauung auf dem Grundstück Frankfurter Straße 229/Ecke Rhönstraße. Der Bauherr plant auf dem langgezogenen Areal den Bau von vier Mehrfamilienhäusern mit je zehn Wohneinheiten. Über sein Vorhaben entscheidet das Stadtparlament am kommenden Donnerstag. Entlang der Frankfurter Straße hoch zum Wohngebiet Sauerborn werde die Stadt einen beleuchteten Gehweg anlegen, informierte Rahn.

Im Sauborn ist ein Wohngebiet mit 59 Häusern entstanden. Noch nicht bebaut sind zwei Grundstücke. Anwohner beklagen fehlende öffentliche Parkplätze, eine Radaranlage sei nötig, um Raser zu stoppen, wünschten sich die Anlieger. »Wir kontrollieren jetzt schärfer, dass auf Grundstücken ausgewiesene Parkplätze nicht anderweitig genutzt werden«, kündigte Rahn an. Zufrieden mit den Pollern auf dem Gehweg vor seinem Haus ist Oliver Paul am Eifelweg. »Seit die Poller stehen, fahren keine Autos mehr über den Bürgersteig.«

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