Handball-Spektakel

Spektakuläres Unentschieden im Mittelhessen Derby

Sie lagen so weit hinten, aber sie haben gekämpft und am Ende ihren ersten Punkt geholt. Der TV 05/07 Hüttenberg holt gegen die HSG Wetzlar ein Unentschieden. Die sechs wichtigsten Punkte zum Spiel.
07. September 2017, 23:00 Uhr
Starkes Comeback: Hüttenbergs Außen Christian Rompf. (Foto: ras)

Spannend, eng, hitzig - so hatten sich die Handball-Fans das Derby zwischen der HSG Wetzlar und dem TV 05/07 Hüttenberg gewünscht. Während es nach den ersten Minuten nicht danach aussah, hatte die zeitweise etwas zähe Partie gegen Ende alles, was das Handballer-Herz begehrt - nur ein Sieger fehlte, auch wenn die Hüttenberger sich mindestens genauso über ihren ersten Punktgewinn im Handball-Oberhaus freuten.
 

Harte Bandagen: Die Hüttenberger Abwehr bearbeitet Filip Mirkulovski. (Foto: ras)
Harte Bandagen: Die Hüttenberger Abwehr bearbeitet Filip Mirkulovski. (Foto: ras)
Die Ausgangslage: HSG Wetzlar vs. TV 05/07 Hüttenberg. Da Derbys bekanntlich ihre eigenen Gesetze haben, war es nicht ganz das Duell David gegen Goliath, dennoch waren die Grün-Weißen glasklarer Favorit. Drei Spiele, drei Punkte, davon ein vermeidbares Unentschieden gegen GWD Minden und eine ebenso vermeidbare Niederlage beim TSV Hannover-Burgdorf wies die HSG einen durchschnittlichen Saisonstart auf. Die Hüttenberger gingen dagegen ohne Punkt in den vierten Spieltag. Die Niederlagen in Magdeburg, vor allem aber in Leipzig und gegen Melsungen (jeweils mit nur einem Tor) ließen das Potenzial der jungen Aufsteiger-Truppe aber bereits erkennen.
Das Ergebnis: 23:23 (13:10) ist das Endergebnis eines packenden Mittelhessen-Derbys, in dem Wetzlar am Ende mit dem Punkt noch zufrieden sein kann.


Die Zuschauer: Die 4421 handballbegeisterten Fans in der ausverkauften Rittal-Arena sorgten für eine Stimmung, die in der Bundesliga nur schwer ein zweites Mal zu finden sein wird - und das von der ersten Minute an. Als die Hüttenberger in der 53. Minute zum ersten Mal durch Daniel Wernig ausgeglichen hatten, schallte das berühmte "Hebt se!" der Hüttenberger Fans ohrenbetäubend durch die Rittal-Arena, während die Wetzlarer Trommler ihre Mannschaft nach vorne peitschten. Das zeigt einmal mehr: Mittelhessen ist Handball-Land und zwei Vereine aus der Region sind eine Bereicherung für die Bundesliga.
 

Der Rückstand: Hüttenberg erwischt einen katastrophalen Start, lag nach fünf Minuten bereits mit 0:5 hinten, fand in der 6:0-Deckung der Wetzlarer kein Durchkommen und nahm schlechte Würfe aus der zweiten Reihe. Doch dann fing sich der Aufsteiger, die Hereinnahme von Tomas Sklenak und Vladan Lipovina belebte das Angriffsspiel und auch die Abwehr fand besser ins Spiel, die HSG war dagegen vor dem Tor nicht mehr konsequent, sodass es nach einem gehaltenen Siebenmeter von Fabian Schomburg gegen Kristian Björnsen, der zuvor bereits viermal getroffen hatte, mit einem 10:13 aus Hüttenberger Sicht in die Kabine geht.

Die Torhüter: Fabian Schomburg ist einer der Helden des TVH. Gekommen für den glücklosen Matthias Ritschel, hält er zwei Siebenmeter gegen Björnsen und treibt die Wetzlarer mit weiteren Paraden teilweise völlig freier Würfe zur Verzweiflung. Benjamin Buric im HSG-Tor kann im zweiten Abschnitt nicht an seine starke Anfangsphase anknüpfen, sodass Hüttenberg aufholt und in den Schlusssekunden durch den Ex-Wetzlarer Vladan Lipovina sogar die Chance zum Sieg hat, doch der Wurf wird geblockt.


Der Rückkehrer: Schomburg, Lipovina und Sklenak gehören zweifellos zu den Spielern des Spiels, doch einer war besonders heiß: Christian Rompf. Der Außen feierte gegen seinen Ex-Klub sein Comeback nach Verletzungspause und seinen ersten Bundesliga-Einsatz für den TVH. Er steuerte vier wichtige Tore bei, trieb damit sein Team und konnte sich am Ende definitiv als Gewinner fühlen.

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