Wir können nicht jedes Spiel gewinnen

Der erneute Sprung auf einen Champions-League-Platz gelingt der Eintracht zwar nicht: Dennoch ist Trainer Kovac froh, dass sein Team ein Remis holt. Für einen Sieg in Augsburg reichen 20 starke Minuten nicht aus. Torjäger Meier sieht darin auch einen »Lernprozess«.
06. Dezember 2016, 12:00 Uhr
Nach dem erneuten Punktgewinn bemühte Niko Kovac einen im Fußball öfter verwendeten philosophischen Ansatz. »Wichtig ist: Wenn du schon nicht gewinnen kannst, dann darfst du zumindest nicht verlieren«, sagte der Bundesliga-Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem 1:1 beim FC Augsburg am Sonntag. Nichts gelingt dem Kroaten in dieser Saison mit seiner Mannschaft besser als das: In acht aufeinanderfolgenden Pflichtspielen ist die Eintracht mittlerweile unbesiegt, die einzigen beiden Saisonniederlagen kassierte das Team in Darmstadt und Freiburg (jeweils 0:1).
Mit bereits 25 Punkten und dem Überwintern im DFB-Pokal wird die Halbjahresbilanz der SGE in jedem Fall positiv ausfallen. Kovac hatte bereits vor der Partie in Augsburg erklärt, dort auch mit einem Remis leben zu können. Danach sagte er: »Für unser primäres Ziel, den Klassenerhalt, ist dieser Punkt ganz wichtig.«
Trotz des starken Starts mit dem Führungstreffer durch Branimir Hrgota (11. Minute) erwischte die Eintracht bei den Schwaben spielerisch einen eher gebrauchten Tag. »Wir wollten auf einmal besondere Dinge machen und haben nicht mehr einfach gespielt. Das ist auch ein Lernprozess«, erklärte Torjäger Alexander Meier. Bestraft wurde die nachlässige SGE durch den Ausgleich von Dong-Won Ji (34.). »Wir sollten mit dem Punkt zufrieden sein, denn das war ein schlechtes Spiel von uns«, gestand Meier ein.
Im Gegensatz zum Saisonstart, als schwache Auftritte zu den Niederlagen in Darmstadt und Freiburg führten, ist die Eintracht aber gereift – und nimmt jetzt auch an schlechteren Tagen Zählbares mit. »Ich bin mit dem Punkt zufrieden, denn wir können nicht jedes Spiel gewinnen«, merkte Kovac an. Der erneute Sprung in die Champions-League-Plätze blieb der Eintracht damit verwehrt.
Doch das komfortable Polster von elf Punkten auf Konkurrent Augsburg wurde gewahrt, was Kovac als viel wichtiger befand. »Die Jungs wissen auch, dass sie in der Form nicht ganz nach oben gehören«, merkte er an. Gebetsmühlenartig wiederholte er in den vergangenen Tagen, weder von seiner Spielweise noch von den ursprünglichen Zielen abrücken zu wollen. Die Marschrichtung seien 40 Punkte, erst danach könne man weitere Ziele ins Auge fassen.
Was diesmal auffiel: Das frühe Führungstor durch Hrgota beflügelte die Eintracht nicht, ganz im Gegenteil. Die Frankfurter ließen immer mehr nach und Augsburg so ins Spiel kommen. »Die ersten 20, 25 Minuten haben wir richtig guten Fußball gespielt, aber dann ein bisschen den Faden verloren«, erklärte Sportdirektor Bruno Hübner: »Mit der Führung im Rücken haben wir das nicht optimal gemacht.« Ein Remis in Augsburg, da waren sich die Beteiligten aber einig, ist für die Hessen noch immer ein Resultat, mit dem man die Heimreise zufrieden antreten kann.

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