Ziel: Nicht mit leeren Händen zurück

Eintracht Frankfurt will auch in der Bundesliga in der Spur bleiben und bei Bayer 04 Leverkusen überraschen. Die Gastgeber stehen nach den jüngsten Misserfolgen unter Druck. Darauf stellen sich die Hessen ein.
10. Februar 2017, 22:25 Uhr
Wiederholung erwünscht: Frankfurts Ante Rebic (M.) und Mijat Gacinovic (l.) wollen – wie hier beim 2:0 gegen Darmstadt – auch in Leverkusen ihre Erfolgsserie fortsetzen. (Foto: dpa)

An die alte Wirkungsstätte kehrt Niko Kovac mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits freut sich der Trainer von Eintracht Frankfurt auf das Wiedersehen mit alten Bekannten, andererseits hat er vor der sportlichen Aufgabe bei Bayer 04 Leverkusen durchaus Respekt. Da lässt sich Kovac auch nicht von der Bundesligatabelle blenden. »Leverkusen ist eine Mannschaft, gegen die in der Liga nur zwei oder drei andere Teams mithalten können. Das ist ein Spitzenteam mit Spielern, die alle Champions-League-Niveau haben«, sagte Kovac vor der Partie am heutigen Samstag (15.30 Uhr).

Weil die hochgelobte Bayer-Elf in dieser Saison ihr Potenzial bisher kaum abrufen konnte, steht sie jedoch nur auf Rang neun und Trainer Roger Schmidt unter großem Druck. Das will die Woche für Woche überraschende Eintracht ausnutzen und etwas mitnehmen. »Es wird eine sehr schwere Aufgabe. Aber wir fahren dorthin, um zu punkten und dadurch Leverkusen auf Distanz zu halten. Das ist unser Ziel«, sagte Kovac. Dass er dabei mit großer Wahrscheinlichkeit auf Abwehrchef David Abraham verzichten muss, sieht der 45-Jährige nicht als zu großes Handicap. »Wir haben schon in Hannover auf drei Positionen getauscht und das hat gut geklappt.

Dass ich, wenn etwas passiert, ohne Probleme wechseln kann, gibt mir ein gutes Gefühl«, erklärte Kovac. Für Abraham wird der zuletzt geschonte Jesus Vallejo neben Makoto Hasebe und Michael Hector in der Dreierkette spielen.

Ob ansonsten die gleiche Elf wie beim Achtelfinalsieg im DFB-Pokal in Hannover auflaufen wird, ließ Kovac offen. Dafür wollte er in Gesprächen die Befindlichkeiten der Spieler erfragen. Die kurze Pause zwischen den beiden Partien wurde vornehmlich zur Regeneration genutzt. Leverkusen, wo Kovac von 1996 bis 1999 spielte, hatte dagegen eine komplette Woche Zeit und dürfte wesentlich ausgeruhter sein. »Wir wollen deswegen nicht weinen. Das ist halt so. Wir wollen weiterhin unseren Mann stehen und das abrufen, was wir in den letzten Wochen und Monaten gemacht haben«, erklärte der Eintracht-Chefcoach.

Die bisherigen Erfolge haben aus dem neu zusammengestellten Kader eine eingeschworene und selbstbewusste Truppe gemacht. Allerdings immer nach dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten. »Natürlich wächst das Selbstvertrauen, wenn man erfolgreich ist. Da geht man ganz anders in ein Spiel. Aber wir sind nicht so vermessen zu sagen, wer seid ihr denn«, sagte Kovac. »Wir sind trotz Platz drei keine Spitzenmannschaft wie Leverkusen, die über Jahre europäisch spielen.« Er fahre mit seinem Team dennoch ganz entspannt nach Leverkusen. »Die Situation ist eine andere als in der vergangenen Saison, als wir mit dem Rücken zur Wand standen. Wir haben keinen Druck«, sagte Kovac. Der liege ganz klar bei den Hausherren. »Wir müssen uns auf uns fokussieren. Wenn der Kopf frisch ist, sind es auch die Beine.«

 

Bender und »Chicharito« dabei

 

Nach ihren Verletzungspausen kann derweil Leverkusen wieder mit Lars Bender und Javier »Chicharito« Hernandez planen. Kapitän Bender und der mexikanische Stürmer kehren am Samstag in den Kader der Werkself zurück, erklärte Trainer Roger Schmidt am Freitag. »Bender hat sehr gut trainiert, wir hoffen, dass unser Kapitän wieder an Bord ist. Ob von Anfang an, kann ich noch nicht sagen. Auch bei Chicharito sieht es ganz gut aus, auch wenn er noch nicht komplett mit der Mannschaft trainiert hat.« Eine Option ist womöglich Innenverteidiger Aleksandar Dragovic, einen Einsatz des Österreichers in der Startelf schloss Schmidt aber aus. Nach dem blamablen Auftritt beim 0:1 in Hamburg vor einer Woche erwartet Bayer-Sportdirektor Rudi Völler vom Team eine klare Leistungssteigerung gegen die Hessen: »Nichts anderes als Frankfurt zählt, wir brauchen die totale Hingabe.« Schmidt zeigt vor dem Tabellendritten großen Respekt: »Die Eintracht hat einen richtigen Lauf. Die Mannschaft ist robust und diszipliniert, tritt sehr geschlossen auf. Aber wir hatte einen gute Trainingswoche.«

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