Drei Spiele in sieben Tagen

Es lief in der Rückrunde nicht besonders für Eintracht Frankfurt. Trainer Niko Kovac sieht keinen Grund, vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach Trübsal zu blasen. »Schöner ist es, positiv zu denken«, sagte er. Schließlich sei man Tabellensiebter.
31. März 2017, 22:31 Uhr
Szene aus der Hinrunde, als Marco Fabian (r.) gegen den Gladbacher Oscar Wendt (l.) zu spät kommt. Das soll sich aus Frankfurter Sicht nicht wiederholen. Genauso wie das Ergebnis von 0:0, die Fans in der ausverkauften Arena wollen Tore sehen. (Foto: dpa)

Für Eintracht Frankfurt wird die Englische Woche in der Bundesliga wegweisend sein. Geht es wieder nach oben – oder weiter nach unten? »Wir sind Tabellensiebter und stehen im Halbfinale des DFB-Pokals«, betonte Cheftrainer Niko Kovac vor dem Fußball-Pflichtspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach. »Wie es ausschaut, kann es für Eintracht Frankfurt eine erfolgreiche oder sehr erfolgreiche Saison werden.«

Der Trend in der Rückrunde zeigte zuletzt aber eklatant nach unten. So konnte in den vergangenen sechs Liga-Partien nur ein Punkt geholt und ein Tor geschossen werden. Die Eintracht ist zwar nur einen Zähler von Europa-League-Platz sechs entfernt – zum Relegationsrang beträgt der Abstand aber auch nur noch neun Punkte. »Warum soll ich über das Negative nachdenken. Schöner ist es doch, positiv an eine Sache heranzugehen«, meinte Kovac. Vor der harten Woche mit weiteren Partien bei Europapokal-Anwärter 1. FC Köln (6. Platz/37 Punkte) am Dienstag und gegen Werder Bremen am kommenden Freitag macht er in seinem Kader eine sehr gute Stimmung aus. »Das Wetter ist gut und die Glückshormone sind bei den Spielern da«, befand Kovac nach dem Durchatmen in der Länderspielpause.

Nach der Durststrecke hofft er, nach den nächsten drei Spielen das Thema Abstieg abhaken zu können. »Wir wollen die ominösen 42 Punkte schaffen. Dann können wir andere Ziele angehen«, sagte er. Allerdings ist die Personallage in seinem Kader nicht gerade rosig. Gegen Gladbach wird Danny Blum wegen einer Magen-Darm-Infektion fehlen. Längerfristig müssen Kapitän Alexander Meier (Fersenprobleme) und Rechtsverteidiger Guillermo Varela (Sprunggelenk) pausieren. Wann die Profis wieder spielfähig sein könnten, ist ungewiss. »Bei Alex Meier hoffe ich, dass es zum Endspurt reichen wird«, sagte Kovac. Abwehrchef Makoto Hasebe, der nach einer Knieoperation zur Reha in seiner japanischen Heimat weilt, wird zwar vor Saisonende nach Frankfurt zurückkehren, zum Einsatz dürfte er aber kaum noch kommen.

Angesichts der Knappheit an Abwehrspielern und der fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Partien, aber auch wegen der Kontergefährlichkeit der Gladbacher (15 Rückrundentreffer) dürfte Kovac eher eine Viererkette statt der zuletzt bevorzugten Dreierkette aufbieten. »Wir müssen höllisch aufpassen und kontrolliert offensiv agieren«, meinte Kovac. »Wir haben alles durchgespielt.«

Das 86. Aufeinandertreffen mit den Gladbachern, die zuletzt erstmals unter ihrem neuen Coach Dieter Hecking zweimal hintereinander verloren, ist auch schon eine Generalprobe für das Halbfinale im DFB-Pokal am 25. April. Kovac warf mit Blick auf dieses Duell schon mal den Fehdehandschuh in den Ring: »Wir wollen uns ins Pokal-Endspiel spielen.«

Mönchengladbach kann derweil wieder mit den zuletzt verletzten Lars Stindl und Mahmoud Dahoud planen. Beide Spieler stehen Trainer Hecking in Frankfurt zur Verfügung. Auch Defensivspieler Tobias Strobl ist nach Adduktorenproblemen einsatzfähig.

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