Kovac setzt auf Haller

Wenn es daheim mit Punkten nicht klappt, müssen die Zähler halt auswärts geholt werden: Bisher ist das der Eintracht gelungen. Auch vom Spiel beim 1. FC Köln erhoffen sich die Frankfurter etwas Zählbares. Doch der Gegner ist angeschlagen und damit gefährlich.
19. September 2017, 22:35 Uhr
Genießt das Vertrauen von Trainer Niko Kovac: Frankfurts teuerster Neuzugang Sebastien Haller. (Foto: dpa)

Vier Punkte nach vier Bundesliga-Spieltagen sind Niko Kovac ein paar zu wenig. »Das haben wir uns anders vorgestellt. Wir sind nicht zu kritisch, aber auch nicht zu entspannt«, sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt vor der Partie am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Köln. Etwas drastischer formulierte es Manager Bruno Hübner in der »Bild«-Zeitung: »Wenn du zu Hause die Punkte liegen lässt, musst du gucken, dass du sie auswärts holst. Sonst bist du am Ende der Saison abgestiegen.«

Gut also, dass die Eintracht wieder reisen darf, denn nur auf fremden Plätzen konnten die Hessen bisher punkten. Als Vorteil sieht Kovac die Begegnung in Köln dennoch nicht. »An einen Heimfluch glaube ich nicht. Ich gewinne gerne, egal wo. Und die Unsicherheit der Kölner macht die Sache nicht einfacher. Ein angeschlagener Gegner ist gefährlich«, warnte Kovac vor dem Tabellenschlusslicht.

Auch wenn der FC schon viele Gegentreffer kassiert habe, werde es für seine Elf nicht einfacher. »Die Situation in Köln ist nicht rosig. Ich bin gespannt, wie sie das machen. Wir werden uns aber auf uns konzentrieren, wollen uns Chancen erarbeiten. Denn ohne die kann man keine Tore schießen«, sagte Kovac.

Er hofft, dass sein Team die Verunsicherung der noch punktlosen Kölner nutzen und was Zählbares mitnehmen kann. »Wir versuchen den Gegner so zu beeinflussen, dass wir erfolgreich sind. Das würde unserem Selbstvertrauen gut tun – und wir könnten den Abstand zum FC wahren«, sagte Kovac.

Taktisch und personell will sich der frühere Profi dafür etwas einfallen lassen. In die Karten ließ sich Kovac aber nicht blicken. Er sei sowohl für eine Dreier- wie auch Viererkette in der Abwehr offen. »Mal sehen, wie wir es machen. Wir werden uns auf jeden Fall so aufstellen, dass wir schnell und gut reagieren können. Ich werde die Jungs bringen, die ausgeruht sind, um uns einen kleinen Vorteil zu verschaffen«, sagte der 45-Jährige.

Chancen auf einen Einsatz von Beginn an haben Ante Rebic und Luka Jovic, der zuletzt traf. Der wiedergenesene Makoto Hasebe wird wohl für Simon Falette in die Startelf rutschen. Am teuersten Neuzugang Sebastien Haller hält Kovac trotz Torflaute fest. »Ich bewerte nicht, was jemand gekostet hat. Ich sehe, was er auf dem Platz macht. Ein Stürmer seines Kalibers wird treffen. Meine Rückendeckung hat er«, betonte der Chefcoach.

Dass Köln für Frankfurt bisher ein eher schlechtes Pflaster war, stört ihn nicht. 2009 holte die Eintracht ihren letzten Punkt in Köln, der letzte Sieg in der Domstadt liegt sogar 23 Jahre zurück. »Mit Statistiken ist das so eine Sache, sie interessieren mich nicht. Was war, ist vorbei«, erklärte Kovac knapp. (dpa)

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