A-Liga-Topspiel

Spannung pur bei Hattendorf gegen Gemünden

Es ist das Spiel der Spiele in der Saison 2016/17 der Kreisliga A Alsfeld/Gießen. Da trifft mit dem SV Hattendorf der Tabellenzweite auf den Spitzenreiter, den TSV Burg-/Nieder-Gemünden.
19. Mai 2017, 18:15 Uhr
So wollen die Spieler des TSV Burg-/Nieder-Gemünden auch am Sonntag in Hattendorf jubeln. Gewinnt man das Topspiel, dann ist die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Kreisoberliga Süd perfekt. (Foto: Vogler)

Lediglich ein Punkt trennt die beiden voneinander. Fußballliebhaber dürften diese Partie also als Endspiel einstufen. Denn eine Woche später, am letzten Spieltag, sollte es sowohl den Gemündenern in der Heimpartie gegen die TSG Nieder-Ohmen als auch dem SV Hattendorf bei der SG Herzberg möglich sein, die nötigen Siege einzufahren.

Doch am Sonntag pfeift Schiedsrichter Bernd Böhle um 15 Uhr zunächst das »Finale« in Hattendorf an. Im Falle eines Sieges könnte der SVH mit der bevorstehenden Meisterschaft den direkten Aufstieg schaffen. Doch schon bei einem Remis lägen die Vorteile beim TSV Burg-/Nieder-Gemünden, der dann mit 66 Punkten nicht nur den Abstand zum SVH hielte, sondern auch weiterhin einen Zähler vor der ebenfalls im Aufstiegsgeschehen involvierten FSG Ohmes/Ruhlkirchen läge. Denn sollte der SV das Topspiel verlieren und der Aufsteiger seine Begegnung mit der SG Treis/Allendorf II siegreich gestalten, könnten sich die Hattendorfer auf dem dritten Rang wiederfinden. Interessant ist bei den Hochrechnungen auch der Fakt, dass Ohmes/Ruhlkirchen im jeweiligen direkten Vergleich mit den beiden Erstplatzierten das bessere Team ist.

Doch zunächst liegt die Konzentration auf dem Spitzenspiel. Rechtzeitig vor dieser Begegnung fand auch das Sportgericht in seiner Verhandlung am vergangenen Montag in Grünberg zu einer Entscheidung (die AAZ berichtete), die diese Partie empfindlich hätte stören können. Doch die Vorkommnisse um Schiedsrichter Weilmünster nach der Hattendorfer Partie gegen die SG Schwalmtal (1:2) führten nicht zu Punktabzügen, so dass ausschließlich die Leistungen auf dem Rasen zählen werden. Und dafür haben sich beide Kontrahenten jede Menge vorgenommen. Der TSV wird dabei versuchen, aus dem verlorenen Hinrundenspiel im August 2016 seine Lehren zu ziehen. Insbesondere die Goalgetter Christian Andreev und Manuel Merle, die es zusammen auf bislang 43 Tore gebracht haben, dürften im Mittelpunkt des TSV-Interesses stehen. Auf der anderen Seite wird Tim Stöhr besondere Aufmerksamkeit der Hattendorfer Defensive zuteil. Schließlich führt der Torjäger mit 26 Treffern die Torschützenliste an und würde diese Führung am Sonntag gerne ausbauen.

Gonder ruht in sich

Von Nervosität ist bei TSV-Coach Klaus Gonder kaum etwas zu spüren: »Wir wissen damit umzugehen, wissen auch, was da am Sonntag los ist. Wir wollten es so, jetzt haben wir’s. Auf Remis werden wir sicherlich nicht spielen«, gibt Gonder zu Protokoll und fährt fort: »Klar, wenn es in der 85. Minute unentschieden steht, werden wir nicht zur Schlussoffensive ansetzen.« Der TSV kann auf nahezu sein komplettes Personal zurückgreifen: »Lediglich hinter dem Einsatz Tobias Fiedlers steht ein Fragezeichen.«

Die Fieberkurve jedenfalls könnte kaum unterschiedlicher sein. Während der SV im ersten Drittel der Saison einen Erfolg nach dem anderen einfuhr und so schon als A-Liga-Meister gehandelt wurde, zeigten sich die Gemündener immer wieder wackelig und fanden erst gegen Mitte der Runde Konstanz. Von der Pole-Position starten sie nun in diese Begegnung und wissen um die Stärken ihres Gegners: »Hattendorf hat starke individuelle Spieler. Mit Andreev, Merle, Keller und Spielertrainer Loch sind sie schon gut aufgestellt«, weiß der TSV-Übungsleiter.

Heinz Gieß, Fußball-Abteilungsleiter des SV Hattendorf, erklärt ohne Umschweife: »Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir das Spiel gewinnen.« Gerne erinnert er sich dabei an den Hattendorfer 2:0-Erfolg zum Saisonauftakt in BN-Gemünden. »Wir haben damals schon gezeigt, dass wird die Gemündener schlagen können. Wir haben alle Mann an Bord. Wichtig ist, dass wir die Meisterschaft noch aus eigener Kraft erringen können und auf niemanden anders angewiesen sind.« Gieß ist optimistisch für das Heimspiel am Sonntag und rechnet mit einem guten Zuschauerzuspruch: »Burg-/Nieder-Gemünden ist eine spielstarke Mannschaft. Die stellen sich nicht hinten rein. Das liegt uns. Wir selbst haben eine gute Offensive und sind nach unserer Talsohle mit drei nicht gewonnenen Partien wieder auf einem guten Weg. Die Mannschaft ist jedenfalls richtig heiß auf dieses Spiel.«

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