Stadtpokal

Historischer Erfolg für den MTV 1846 Gießen

Der MTV 1846 Gießen hat erstmals in seiner Geschichte den Hallenstadtpokal gewonnen. Im Finale des dreitägigen Turniers setzte sich der Ausrichter gegen die TSG Wieseck durch.
01. Januar 2018, 22:17 Uhr
Stadtpokalsieger 2017, der MTV 1846 Gießen (hinten, v. l.): Betreuer Ferdinand Speier, Navid Vosoghi, Leon Späth, Christian Heinz, Tobias Winter, Giorgi Iowashvili; vorne v. l.: Patrick Loeper, Marcel Rademacher, Gabriel Kourie, Yaman Faysal, Michael Delle, Mendieta Wilson, Max Traeger, Tim Michel Winter. (Foto: fro)

Mit dem ersten Sieg der Vereinsgeschichte für den MTV 1846 Gießen endete am Samstag die 31. Auflage des Gießener Bauhaus-Stadtpokals in der Sporthalle Ost. Rund 1000 Fußballfreunde verfolgten den auf sportlich gutem Niveau stehenden Wettbewerb. Strahlende Gesichter beim siegreichen Ausrichterteam auf der einen Seite – betrübte Minen bei der mit 2:5 im Finale unterlegenen TSG Wieseck andererseits. Die Elf von Trainer Benjamin Höfer handelte sich am Endrundenspieltag durch Jerome Lewerenz (Unsportlichkeit), Kubilai Avcu (Schiedsrichterbeleidigung) und Mecier Grouls (Tätlichkeit) gleich drei Rote Karten ein, die beim Re-Start der Fußball-Gruppenliga noch nachwirken.

Zwar sprachen Timo Kutschebauch (Saasen), Christian Schmidt (Buseck) und Alexander Kessler (Wettenberg) zudem eine Reihe von Zeitstrafen aus, ohne dass man deshalb aber von einer unfairen Gangart sprechen konnte. Es wurde mit viel Einsatz und offenem Visier agiert, was zu teilweise torreichen Spielen, aber nie zu ernsthaften Verletzungen führte. Einen starken Eindruck hinterließen neben den beiden Finalisten auch der Kurdische FC und der TSV Klein-Linden, die auf den Plätzen drei und vier landeten. Als bester Torwart wurde Marvin Schwitalla (TSG Wieseck) ausgezeichnet. Als erfolgreiche Torjäger präsentierten sich Mecier Grouls (10 Treffer), Özcan Alkan (8), Hendrik Bluhm (7), Tim Michel Winter, Tobias Winter (beide 6) und Michael Delle (5).

In der Gruppe A setzte sich Kleinlinden mit drei Siegen souverän durch. Der MTV 1846 mühte sich dagegen durch die Zwischenrunde und löste mit vier Punkten gerade so das Ticket für das Halbfinale. Ein Last-Minute-Siegtreffer durch Michael Delle gegen den 1. SC Sachsenhausen und ein 2:2 nach 0:2-Rückstand gegen die Freie TSG reichte dem Gastgeber. Trotz der tatkräftigen Unterstützung ihrer beiden jugendlichen Fans Lavinia Sophie Lenz und Alma Amelie Krick, die den 1. SC Sachsenhausen mit ihren selbstgemalten Kartonschildern anfeuerten, war für die Weststädter mit einem Punkt nach der Zwischenrunde Endstation. Auch die Freie TSG musste nach zwei Remis und einer Niederlage früh die Segel streichen.

In der Gruppe B qualifizierte sich der Kurdische FC und Wieseck für das Halbfinale. Im abschließenden Spiel der beiden bereits qualifizierten Teams um den Gruppensieg ging es hoch her. Hendrik Bluhm brachte die TSG in der Schlussminute 3:2 in Front, doch Sezgin Demir sorgte Sekunden vor der Sirene mit dem 3:3 dafür, dass der FC die Gruppe als Erster abschloss. Nach dem Abpfiff sah Lewerenz (Wieseck) nach einer Unsportlichkeit gegen den Schiedsrichter »Rot«. Für die Elf von VfB-1900-Trainer Günter Stiebig war dagegen nach der Zwischenrunde Schluss. Nach dem 2:2 gegen Wieseck unterlagen Markus Dursun und Co. dem Kurdischen FC mit 0:5. Der 3:2-Sieg über Rödgen, das nach drei Niederlagen ebenfalls vorzeitig passen musste, war nur noch Statistik.

In beiden Halbfinals scheiterten die Gruppensieger der Zwischenrunde. Überraschend deutlich musste sich Kleinlinden der TSG Wieseck mit 1:4 geschlagen geben. Johannes Alber war mit einem Hattrick der Mann des Spiels. Hart umkämpft war dagegen die Partie zwischen dem MTV 1846 und dem Kurdischen FC. Am Ende setzten sich die Männerturner dank eines Treffers vom Michael Delle in der Schlussminute mit 3:2 durch. Das »kleine Finale« wurde im Achtmeterschießen entschieden. Erst der 28. Schuss brachte die Entscheidung für den Kurdischen FC (11:10).

Winter-Brüder bereiten den Weg

Wieseck verschlief den Finalbeginn und geriet durch Tore von Tobias Winter und Patrick Loeper früh mit 0:2 ins Hintertreffen. Mecier Grouls und Kubilai Avcu sorgten zwar für den Ausgleich, doch Tobias Winter, der sich mit unbändigem Willen durch die gesamte TSG-Abwehr tankte, führte seine Elf auf die Siegerstraße. Nach der Roten Karte für Avcu hatten Michael Delle und Tim Michel Winter leichtes Spiel, auf 5:2 zu erhöhen. Als schlechter Verlierer präsentierte sich Sekunden vor dem Ende Grouls, der wegen Nachtretens »Rot« sah. Während die TSG-Spieler nach dem Schlusspfiff noch mit den Schiedsrichterentscheidungen haderten, feierten die Akteure des MTV 1846 ihren ersten Stadtpokalsieg der Vereinsgeschichte.

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