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Vor der Bundesliga-Saison – wer zeigt wann was?

Wer Fußball-Bundesliga live am Bildschirm schauen will, muss weiter dafür bezahlen. Vor der neuen Saison gibt es allerdings Änderungen, wer was wann zeigt. Hier gibt es die Übersicht.
28. Juli 2017, 13:30 Uhr
Sky, Eurosport, DAZN und Co.: Der Markt ist unübersichtlicher geworden. (Foto: dpa)

Die deutschen Fußball-Fans müssen sich an den TV-Geräten und Computern gehörig umstellen. Um bei allen Bundesligaspielen live dabei zu sein, sind ab der Saison 2017/18 zwei Abos nötig. Der Pay-TV-Sender Sky hat nicht mehr die Exklusivrechte für die komplette Bundesliga. Bei dem Münchener Medienkonzern sind nicht mehr alle Spiele live zu sehen. Eurosport, der Tochtersender des Discovery Channels, besitzt seit Neuestem auch Rechte für die Live-Partien. Die sind aber nur über das Internet zu sehen.

Das bietet Sky: Nur noch 266 Live-Begegnungen der insgesamt 306 im normalen Ligabetrieb. Nicht mehr zeigen darf Sky das Freitagsspiel, das frühe Sonntagsspiel (13.30 Uhr) und die Montag-Partie, die ab dieser Saison neu ist (alle nur noch über den Europlayer bei Eurosport). Die Exklusivrechte für die Live-Übertragungen besitzt Sky indes noch für die 2. Bundesliga. Das heißt auch für das Montag-Topspiel, das der frei empfangbare Sport-1-Sender nicht mehr senden darf. Relegationsspiele laufen zudem auch nicht mehr über Sky. Zeitversetzte Spielszenen werden weiterhin auf dem frei empfangbaren Sender Sky Sport News HD gezeigt. Champions-League-Spiele und Euroleague-Spiele gibt es weiterhin auf Sky.

Alles im Blick in der neuen Fußball-Bundesliga-Saison hat nur, wer die verschiedenen Angebote und Preise genau kennt. (Foto: dpa)
Alles im Blick in der neuen Fußball-Bundesliga-Saison hat nur, wer die verschiedenen Angeb...

Wie erhalte ich Sky? Sky ist in Deutschland per Satellit oder Kabelanschluss zu empfangen. Dazu benötigt man einen Digitalreceiver, den man im Handel oder bei Sky erwerben kann. Das Fußball-Bundesliga- und Starter-Paket kostet zurzeit 19,99 Euro monatlich für Neukunden im ersten Jahr.

Das zeigt Eurosport: Jeweils am Freitag (20.30 Uhr), Sonntag (13.30 Uhr) und am Montag (20.30 Uhr) mischt Eurosport bei der Live-Übertragung mit. Insgesamt sind es 45 Spiele, die Eurosport nur über das Internet überträgt. Hinzukommen die Relegationsspiele der ersten und zweiten Liga sowie der Supercup zwischen Bayern (Meister) und Dortmund (Pokalsieger) am 5. August.

Ohne Eurosport Player läuft nichts: »Übertragen werden die Bundesliga-Spiele im Eurosport Player auf »Eurosport 2 HD Xtra«, wie Dominik Mackevicius von Eurosport auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte. Er fügte an: »Der Sender wird im Eurosport Player und in der Eurosport-Player-App zur Bundesliga-Saison neu gestartet und so zum neuen fixen Anlaufpunkt für Fußballfans.

« Der Eurosport Player ist der digitale Streaming-Dienst von Eurosport und bietet Zugriff auf die Livestreams der Eurosport TV-Sender sowie weitere Sportinhalte.

Wie kann ich den Player aktivieren? Der Eurosport Player ist online mit dem Computer (Mac/PC) über diverse Internetbrowser (Chrome, Firefox, Safari, etc.) unter www.eurosportplayer.de erreichbar. Mit der Eurosport-Player-App ist er zudem auf dem iPhone, dem iPad, Smartphones und Tablets mit Android zu empfangen. Zusätzlich können die Inhalte mit der Eurosport-Player- App mit einem Chromecast-Stick von Google oder über Apple-TV drahtlos auf TV-Geräte übertragen werden.

(Grafik: dpa)

Fernsehqualität? Sämtliche Eurosport-Spiele laufen nur im Internet, die über den Eurosport Player aktiviert werden müssen. Um Fernsehqualität zu erhalten, muss man Laptop oder Tablet mit dem Fernseher verbinden – zum Beispiel mit einem HDMI-Kabel oder per WLAN. Schnelles Internet ist ein Muss, sonst ruckelt es gewaltig. Eine Übertragung der Fußballspiele über die bestehenden Eurosport-Kanäle ist nicht möglich, auch nicht über Eurosport 2, da dieser Teil eines Sky-Sportpaketes ist.

Spezialpreis zum Start: Dank einer Rabattaktion bis zum 31. August 2017 ist der Eurosport Player für 29,99 Euro im Jahres-Abonnement zu haben. Der Tagespass (24 Stunden) kostet 9,99 Euro. Als Fußball-Experte wird bei Eurosport Bayerns Ex-Sportdirektor Matthias Sammer fungieren.

ARD nicht mehr live, ZDF übernimmt: Die ARD ist raus beim Fußball-Bundesliga- Eröffnungsspiel (FC Bayern gegen Bayer Leverkusen, 18. August) und dem Rückrundenauftakt (12. Januar 2018). Die Liveübertragung übernimmt nun das ZDF. Dazu darf das »Zweite« die Relegationsspiele, den Supercup (Bayern gegen Dortmund) und eine Begegnung des 17. Bundesliga-Spieltags zeigen. Auch die Champions League gibt es noch wie gewohnt mit einer Partie pro Spieltag im ZDF. Aber ab der Saison 2018/19 ändert sich das: Dann übernehmen Sky und der Streamingdienst DAZN die Rechte.

»Sportschau« und »Sportstudio« bleiben: Höhepunkte der Fußball-Bundesliga fassen weiterhin die ARD-»Sportschau« (Samstag ab 18.30 Uhr) sowie das ZDF-»Sportstudio« (Samstag, meist ab 23 Uhr) zusammen. Ein Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,50 Euro pro Monat und pro Wohnung fällt an.

Die Bundesliga versucht mittels Fernsehrechten so viel Geld wie möglich für die Vereine herauszuschlagen. (Foto: dpa)
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DAZN ist ebenfalls dabei: Der Streamingdienst DAZN, der zur britischen Perform-Gruppe gehört und in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar ist, bietet künftig Spielzusammenfassungen im Internet an. 40 Minuten nach Abpfiff werden Highlights der ersten und zweiten Liga online gestellt. Die monatlichen Kosten für DAZN betragen 9,99 Euro. Das Abo ist monatlich kündbar.

Angebot für Telekom-Kunden: Die Telekom bietet für ihre Kunden Bilder von der Bundesliga an – sie können laut einer Mitteilung von Donnerstag auf die Bundesliga-Konferenzen von Sky zugreifen. Das Paket beinhaltet auch Konferenzen der Champions League. Es kostet monatlich 9,95 Euro für Entertain-Kunden und 14,95 Euro für Mobilfunk- und Festnetzkunden und ist auf mobilen Geräten, PC und TV verfügbar.

Doppelpass bleibt bei Sport 1: Der beliebte Fußball-Talk »Doppelpass« am Sonntag um 11 Uhr zeigt weiterhin Spielausschnitte und wird sicherlich wieder für reichlich Diskussionsstoff unter den Fans sorgen. Die Bundesliga-Zusammenfassung am Sonntag bleibt ebenfalls bestehen. Der Sender verlor aber die Free-TV-Übertragung der Montagsspiele der zweiten Liga. Die bisher gezeigte Spieltagsanalyse am Montagabend fällt weg. Für jeweils ein Spiel der Euroleague hat Sport1 aber in dieser Saison noch die Rechte.

Highlights bei RTL Nitro: Beim RTL-Ableger Nitro gibt es im Free-TV immer montags zwischen 22.15 Uhr und Mitternacht Höhepunkte der ersten und zweiten Bundesliga. Durch die Sendung wird Laura Wontorra führen, von Sky kommt Thomas Wagner zu den Kölnern.

Bundesliga im Radio: Der Online-Händler Amazon überträgt exklusiv die Bundesliga per Webradio. Er hat sich gegenüber Sport 1 durchgesetzt. Dazu müssen die Zuhörer ein kostenpflichtiges Amazon-Prime-Konto (69 Euro pro Jahr) besitzen. Wie gewohnt überträgt die ARD mit ihren Regionalprogrammen auf der UKW-Frequenz per Radio live und kostenlos aus den Stadien, auch die Konferenz ist zu hören

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